Ich rufe den Zahlkellner, zücke einen Silbergulden und lade die Schöne zum Souper.

— Halb zwölf Uhr, und die Vorstellung wird gleich zu Ende sein. —

Etelka Horváth, ein schwarzes Ungarmädel, schlank wie eine Gerte, strampft noch die Schlußtakte eines wunderschönen ixbeinigen Csardás und heult ä und ö dabei. —

„Die Dame wird sofort erscheinen“, meldet der Kellner.

Ich setze den Hut auf, lasse meinen Überzieher im Stich und gehe über den Hof ins „Chambre séparée“. —

Es ist bereits gedeckt.

Für drei Personen? — Aha, der blödsinnige Trick mit der Gardedame! —

Und dann viererlei Gläser?! Pfui Teufel! — Was kann man dagegen tun? — Ich versinke in dumpfes Brüten. —

Ein rettender Gedanke: „Sie, Oberkellner, schicken Sie sofort zu Franz Maader, Weinhandlung in der Eisengasse, um eine große Steinflasche Otschischciena, verstehen Sie? Otschischciena — O—tschisch—ciena!“

Ein Geräusch an der Tür!