Und laut fuhr er fort: „Wie hieß denn dieser Großmeister im profanen Leben?“

„Graf Ferdinand Paradies,“ antwortete rasch jemand neben Ariost, verständnisvoll auf das Thema eingehend, „ja, illustre Namen waren das damaliger Zeit — und früher noch. Die Grafen Spork, Norbert Wrbna, Wenzel Kaiserstein, der Dichter Ferdinand van der Roxas! — Sie alle zelebrierten das ‚Ghonsla‘ — den Logenritus der ‚asiatischen Brüder‘ im alten Angelusgarten, wo jetzt die Hauptpost steht. Vom Geiste Petrarcas umweht und Cola Rienzos, die auch unsre ‚Brüder‘ waren.“

„So ist es. Im Angelusgarten! Nach Angelus de Florentia benannt, Kaiser Karls IV. Leibarzt, bei dem Rienzo Asyl fand bis zu seiner Auslieferung an den Papst“, fiel eifrig der ‚Skribe‘ Ismael Gneiting ein.

„Wißt ihr aber auch, daß von den ‚Sat-Bhais‘, den alten asiatischen Brüdern, sogar Prag und — und — und Allahabad, kurz, alle jene Städte, deren Name soviel wie ‚die Schwelle‘ bedeutet, begründet wurden?! Gott im Himmel, welche Taten, welche Taten!

Und alles, alles verraucht, verflogen.

Wie sagt doch Buddha: ‚Im Luftraum bleibet keine Spur‘. — Das waren unsere Vorfahren! Wir aber Saufbrüder!! — Saufbrüder!! hip hip hurra; — es ist zum Lachen.“

Baal Schem machte dem Sprecher Zeichen, er möge doch schweigen. — Der aber verstand ihn nicht und redete weiter, bis Ariost sein Weinglas heftig zurückstieß und das Zimmer verließ.

„Du hast ihn verletzt,“ sagte Baal Schem ernst zu Ismael Gneiting, „seine Jahre schon hätten dir Rücksicht gebieten sollen.“

„Ah bah,“ murrte dieser, „habe ich ihn denn kränken wollen? Und wenn auch!

Übrigens wird er ja zurückkommen.