Wortlos und verzweifelt umstanden ihn die „Brüder“.
Beatrix’ herzzerreißendes Schreien gellte durch das Haus und weckte ein grausiges Echo, und ihre Finger riß sie blutig an dem Stein, der das Haupt ihres Geliebten umschloß.
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Lang, lang war Mitternacht vorüber, da erst hatten sie den Weg ins Freie gefunden aus dem finsteren, unheimlichen Labyrinth und trugen gebrochen und stumm durch die Nacht die Leiche mit dem steinernen Kopf.
Kein Stahl, kein Meißel hatte vermocht, die grausame Hülle zu sprengen, und so hat man Corvinus begraben im Ornate des Ordens:
„unsichtbar das Antlitz und verschlossen
gleich dem Kern in der Nuß.“
Chimäre
Reifes Sonnenlicht liegt auf den grauen Steinen, — der alte Platz verträumt den stillen Sonntagnachmittag. —
Aneinandergelehnt schlummern die müden Häuser mit den verfallenen Holztreppen und heimlichen Winkeln, — mit den treuen Mahagonimöbeln in den kleinen altmodischen Stuben.
Und warme Sommerluft atmet durch wachsame offene Fensterchen.