Wir freuen uns mit dankbarem Herzen, daß diese drohende Gefahr gebannt ist und schauen mit besonderer Liebe der stillen Stätte des Friedens in die tiefen Augen und versenken uns ganz in die »Stille unergründlicher Ruh« der Einsamkeit, des Alleinseins, Geborgenseins vor dem Tosen und Staub der Welt da draußen.

»Selig wer im stillen Lauschen

Einsam hier die Waldrast hält,

Wer beim flüsternd stillen Rauschen

Das Getös vergißt der Welt.«

(Scheffel.)

Langsam steigen wir nun die Straße in den grünen Talgrund hinab. Hier ist es zu schön, um auf flüchtigem Rade vorbeizufliegen, hier möchte man weilen und träumen und warten, ob nicht irgendein liebliches Wunder geschehen möchte, daß drüben aus dem Waldesdunkel die Elfen auf die leuchtende Wiese schweben oder daß die Elfenkönigin auf schlankem weißen Reh aus dem Dickicht kommt, an dir vorüberstreift und aus wundersamen Märchenaugen dir tief in die Seele schaut, daß du es nimmer vergessen kannst.

Dort steht der Fels wie ein Wächter am Wege, dicht am Bach, wo die Brücke in die Wiese führt. Will er hüten, daß kein Unberufener, kein Feind hier eindringe? Ist er der Riegel, der die Welt und den Lärm abschließt vom stillen Lande der Poesie?

Den Wipfel hoch die Tanne hebt,

Im Winde schwankt die Birke,