caetu est iubila laeta canens.
D. h.: »Ein großer Teil dieser Häuser ist an dem Jubelfeste Dr. Martin Luthers errichtet worden, in dem Jahre, in welchem die Gemeinde frohe Jubellieder anstimmte.«
Zur Zeit dieser Jubellieder ahnte man nicht, daß das deutsche Land vor dem unermeßlichen Elend des dreißigjährigen Krieges stand, so wenig wie man 1913 bei der hundertjährigen Jubelfeier der Schlacht bei Leipzig ahnte, daß der Weltkrieg mit all seinem Elend und furchtbarem Ausgang vor der Türe stand.
Luthers Geist und kernige Art spricht auch aus dem kurzen Hausspruch von Burgstraße Nr. 10, der auf das stärkste Fundament für inneren und äußeren Aufbau weist:
»Ich bau auf Gott« 1736.
Inniger Glaube, Gottvertrauen und Frömmigkeit klingt aus der Inschrift eines Hauses der Erbischen Straße:
»1669. Der Hüter israel kann durch der Engelscharen
Diß Hauses Thür und Pfost für immer uns bewahren,
Hilf, daß ein jeder Christ, o Jesu, Lebensthür,
Der diese Schwell betrit Dich tieff in Hertze führ.«