»Das allertheuerste Pfandt in der Erden

Muste in Reine Leinwandt gewickelt werden.«

Hoch oben aber auf dem Turme der Petrikirche hängt das alte Bergglöckchen, das früher viermal am Tage zur Schicht rief und heute noch mittags um 12 Uhr und abends um 7 Uhr je eine Viertelstunde geläutet wird. Wenn seine traute Stimme über die hohen Giebel und steilen Dächer der alten Häuser und Gassen dahinklingt, dann wird eine ganz besondere Stimmung lebendig und für die alten Kinder der Stadt ist es die redende und mahnende, lockende und rufende Stimme der Heimat und Jugend, die da laut wird und anders noch ins Herz ruft als andere Glocken auf fremden Türmen:

»Auf, auf! Zur Grube ruf ich euch,

Ich, die ich oben steh,

So oft ihr in die Tiefe fahrt,

So denket in die Höh!«

ist der sinnige Spruch, den sie mit ihrem ehernen Klang über die Häuser der Menschen bis zu dem Kranz der Gruben und Schächte draußen hinausruft.

Die Läuteglocke von 1570 neben ihr im niedrigeren »faulen« Turme hängend, ruft nicht zur Arbeit wie sie, sondern zum Kirchgang mit dem Spruch:

»Mein Klang dich ruft zum Kirchengang,