Die Alte hielt nicht mehr an sich.

„Ob das keine Schande ist, daß sie die Tage zusammen im Gebüsch verbringen, von den Nächten gar nicht zu reden! Verdammter Pariser, Mädchenverführer! Kommt da zu unsern Herren, um ihnen Possen vorzuspielen!“

Bouvard riß die Augen auf.

„Was für Possen!“

„Ich sage, daß man Ihnen auf der Nase herumtanzt!“

„Man tanzt mir nicht auf der Nase herum!“ rief Pécuchet, und entrüstet über ihre Unverschämtheit, wütend über den Verdruß, gab er ihr den Laufpaß: sie möge sich trollen. Bouvard stellte sich dieser Entscheidung nicht entgegen, und sie gingen davon, Germaine zurücklassend, die über ihr Unglück schluchzte, während Frau Bordin sie zu trösten suchte.

Am Abend, als sie ruhig geworden waren, überdachten sie die Geschehnisse und fragten sich, wer den Calvados getrunken habe, auf welche Weise das Möbel zerbrochen sei, was Frau Castillon begehrte, als sie Gorju rief, — und ob er Mélie entehrt habe.

„Wir wissen nicht,“ sagte Bouvard, „was in unserem Hause vorgeht, und wir maßen uns an, herauszufinden, welcher Art das Haar und die Liebeleien des Herzogs von Angoulême waren.“

Pécuchet fügte hinzu:

„Wieviel wichtiger und schwieriger diese Fragen doch sind!“