Bouvard zufolge hatte das Verfahren nur geringe Bedeutung. Er wollte sich unterrichten, in der Kenntnis der Sitten weiterkommen. Er las Paul de Kock wieder, durchblätterte alte Nummern der Zeitschrift: „Der Eremit der Chaussée d’Antin.“
„Wie kann man seine Zeit mit solchen Torheiten vergeuden,“ sagte Pécuchet.
„Aber in der Folgezeit wird das als Dokument sehr interessant sein.“
„Geh zum Teufel mit deinen Dokumenten! Ich verlange etwas, das mich begeistert, das mich dem Elend dieser Welt entrückt!“
Und Pécuchet, dessen Gedanken auf das Ideale gerichtet waren, lenkte Bouvards Aufmerksamkeit, ohne daß dieser es merkte, auf die Tragödie.
Die Ferne, in der sie vor sich geht, die Interessen, die man darin behandelt, und der Rang der Personen gaben ihnen gleichsam ein Gefühl von Größe.
Eines Tages nahm Bouvard „Atalie“ zur Hand und trug den Traum so ausgezeichnet vor, daß Pécuchet ihn seinerseits versuchen wollte. Gleich von den ersten Worten an verlor sich seine Stimme in einer Art Gemurmel. Sie war eintönig und trotz ihrer Stärke undeutlich.
Bouvard, der voller Erfahrung darin war, riet ihm, um sie geschmeidig zu machen, sie vom tiefsten bis zum höchsten Tone und umgekehrt zu entfalten — indem er zwei Tonleitern, eine steigende und eine fallende, übte — und er selbst gab sich dieser Übung morgens in seinem Bette hin, nach der Vorschrift der Griechen auf dem Rücken liegend. Pécuchet übte während jener Zeit auf dieselbe Weise: ihre Tür war geschlossen, und sie blökten jeder für sich.
Was ihnen an der Tragödie gefiel, war der Schwung, die Reden über Politik, die verderbten Grundsätze.