Bouvard und Pécuchet bekämpften ihn, indem sie seine Ungefälligkeit in der Flintenangelegenheit, seinen Widerstand gegen den Klub, seine rückständigen Ideen, seinen Geiz anführten, — und sie redeten sogar Gouy ein, Foureau wolle das „Ancien Régime“ wiederaufrichten.
So unbestimmt das auch für den Bauern war, er verabscheute es mit einem Haß, der sich durch ein Jahrtausend in der Seele seiner Vorfahren angehäuft hatte, — und er verhetzte gegen Foureau alle seine Verwandten und die seiner Frau, Schwäger, Vettern, Großneffen, eine ganze Horde.
Gorju, Vaucorbeil und Petit setzten die Vernichtung des Herrn Bürgermeisters weiter fort; und nachdem das Terrain so geebnet war, konnten Bouvard und Pécuchet, ohne daß jemand es merkte, Erfolg haben.
Sie losten darum, wer sich aufstellen solle. Das Los entschied nichts, — und sie gingen zum Doktor, um ihn um Rat zu fragen.
Er teilte ihnen eine Neuigkeit mit: Flacardoux, Redakteur des ‚Calvados‘, hatte seine Kandidatur bekannt gegeben. Die Enttäuschung der beiden Freunde war groß: jeder fühlte außer der eigenen die des andern mit. Doch die Politik brachte sie in Hitze. Am Wahltage überwachten sie die Urnen. Flacardoux wurde gewählt.
Der Herr Graf hatte sich bei der Nationalgarde zu entschädigen versucht, aber die Majorsepauletten hatte er nicht bekommen. In Chavignolles gedachte man, Beljambe zu ernennen.
Diese sonderbare und unvorhergesehene Gunst des Publikums brachte Heurtaux aus der Fassung. Er hatte seine Pflichten vernachlässigt und sich darauf beschränkt, die Übungen zuweilen zu besichtigen und Beobachtungen von sich zu geben. Gleichviel! Er fand es ungeheuerlich, daß man einem Wirt vor einem ehemaligen Hauptmann des Kaiserreichs den Vorzug gab, und er sagte nach der Überrumpelung der Kammer am 15. Mai: „Wenn die militärischen Grade in der Hauptstadt ebenso vergeben werden, dann wundere ich mich nicht über die Vorkommnisse!“
Die Reaktion begann.
Man glaubte an die Ananaspürees Louis Blancs, an das goldene Bett Flocons, an die prunkvollen Gelage Ledru-Rollins, und da die Provinz der Ansicht ist, daß sie alles was in Paris vorgeht, kennt, so zweifelten die Bürger von Chavignolles nicht an diesen Erfindungen, so galten ihnen die unsinnigsten Gerüchte als ausgemacht.
Herr von Faverges suchte eines Abends den Pfarrer auf, um ihm mitzuteilen, daß der Graf von Chambord in der Normandie angekommen sei.