Frau Bordin holte tief Atem, dann sagte sie mit unbefangener Miene, er scherze; sicher würde man sich über sie lustig machen, es sei nicht vernünftig. Diese Erklärung verwirrte ihn.
Bouvard wandte ein, daß sie keines Menschen Einwilligung bedürften. „Was hält Sie ab? Die Aussteuer? Unser Leinen hat dieselbe Zeichnung, ein B! Wir werden unsere Initialen vereinigen!“
Der Schluß gefiel ihr. Doch eine wichtige Angelegenheit hinderte sie, sich vor Ende des Monats zu entscheiden. Und Bouvard seufzte.
Sie erwies ihm die Aufmerksamkeit, ihn zurückzubegleiten, — unter dem Schutze von Marianne, die eine Stocklaterne trug.
Die beiden Freunde hatten ihre Leidenschaft voreinander verborgen.
Pécuchet gedachte, seinen Liebeshandel mit der Magd immer geheim zu halten. Sollte Bouvard sich dem entgegensetzen, so wollte er mit ihr davongehen, wäre es selbst nach Algier, wo das Leben nicht teuer ist! Doch gab er sich selten solchen Vermutungen hin, er war ganz von seiner Liebe erfüllt und dachte nicht an die Folgen.
Bouvard beabsichtigte, aus dem Museum das eheliche Schlafzimmer zu machen, wofern Pécuchet es ihm nicht abschlüge; sollte das der Fall sein, so wollte er die Besitzung seiner Gattin bewohnen.
Es war an einem Nachmittage der folgenden Woche bei ihr in ihrem Garten; die Knospen begannen zu springen, und zwischen den Wolken standen weite blaue Zwischenräume. Sie bückte sich, um Veilchen zu pflücken, und sagte, sie ihm überreichend:
„Grüßen Sie Frau Bouvard!“