Oft hatte er sie überrascht, wenn sie vor den Ecalles stand, in Marescots Gesellschaft und im Gespräch mit Germaine, — so viel Schliche um ein Stückchen Land!
„Sie ist habsüchtig! Das erklärt alles!“
So grübelten sie über ihre getäuschten Hoffnungen, während sie im kleinen Saal am Feuer saßen.
Pécuchet schluckte dabei seine Arzneien, Bouvard rauchte seine Pfeife, — und sie ergingen sich in Betrachtungen über die Frauen.
„Seltsames Bedürfnis; ist es ein Bedürfnis? Sie verleiten zum Verbrechen, zum Heldentum und zur Vertierung. Die Hölle unter einem Unterrock, das Paradies in einem Kuß, — Turteltaubengirren, schlangenhafte Geschmeidigkeit, Katzenkrallen, — Tücke des Meeres, Veränderlichkeit des Mondes,“ — sie sagten alle Gemeinplätze, die man über die Frauen in die Welt gesetzt hat.
Der Wunsch nach Frauen hatte ihre Freundschaft ins Stocken gebracht. Gewissensbisse faßten sie. — Keine Frauen mehr, nicht wahr? Leben wir ohne sie! — Und gerührt umarmten sie einander.
Eine Gegenwirkung war nötig; — und Bouvard erachtete, nachdem Pécuchet geheilt war, eine Kaltwasserbehandlung für sie von Vorteil.
Germaine, die sogleich bei dem Fortgang der andern wiedergekommen war, schleppte jeden Morgen die Badewanne in den Hausflur.
Die beiden Biedermänner, nackt wie die Wilden, übergossen sich mit tüchtigen Eimern Wassers, — dann rannten sie, ihr Zimmer wieder zu erreichen. Man sah sie durch das Gitter; — und es gab Leute, die darüber entrüstet waren.