„Man wird ihn herausgeben müssen,“ sagte Bouvard.
„O nein! das wäre noch schöner!“
Nach einem Marsche von drei Stunden hielt ein Bedenken sie an: „Die Straße von Chavignolles nach Bretteville! — war das die alte oder die neue? Es mußte die alte sein!“
Sie rannten wieder zurück und durchliefen aufs Geratewohl die Umgegend, da die Spur der alten Straße nicht leicht zu erkennen war.
Marcel lief nach rechts und links, wie ein Jagdhund auf der Suche. Alle fünf Minuten mußte Bouvard ihn zurückrufen; Pécuchet ging schrittweise vor, die Rute an den beiden Sprossen haltend, mit der Spitze nach oben. Oft war es ihm, als ziehe eine Kraft gleichsam wie eine Klammer ihn zu Boden, und Marcel machte eiligst einen Einschnitt in den nächsten Baum, um die Stelle später wiederzufinden.
Indessen verlangsamte Pécuchet seinen Schritt. Sein Mund stand offen, seine Augen verdrehten sich. Bouvard rief ihn an, schüttelte ihn an den Schultern; er regte sich nicht und blieb regungslos, genau wie die Barbée.
Dann erzählte er, daß er um das Herz eine Art von Reißen gefühlt habe, einen sonderbaren Zustand, der ohne Zweifel von der Rute herrühre; — und er wollte sie nicht mehr anrühren.
Am folgenden Tage kehrten sie zu den mit Zeichen versehenen Bäumen zurück. Marcel grub mit einem Scheit Löcher, in keinem Falle förderte das Nachgraben etwas zutage; — und sie waren jedesmal äußerst kleinlaut. Pécuchet setzte sich an den Rand eines Grabens; und während er mit erhobenem Kopf träumte und sich dabei anstrengte, durch seinen aromatischen Rüssel die Stimme der Geister zu vernehmen, und sich sogar fragte, ob er einen besitze, heftete er seinen Blick auf den Schirm seiner Mütze; der ekstatische Zustand vom Abend vorher erfaßte ihn wieder. Er hielt lange an, wurde furchtbar.
Über den Haferfeldern erschien in der Richtung eines Fußpfades ein Filzhut: es war Herr Vaucorbeil, der auf seiner Stute dahertrabte. Bouvard und Marcel riefen ihn an.