Mit Kreide zeichneten sie eine Linie in die Kelter, fesselten einem Puter die Pfoten, legten ihn dann lang hin, den Schnabel in der Richtung des Strichs. Das Tier schloß die Augen und schien bald wie tot. Mit den anderen ging es ebenso. Bouvard langte sie behende Pécuchet hin, welcher sie nebeneinanderlegte, sobald sie starr waren. Die Leute von dem Pachthofe bekundeten Unruhe. Die Herrin schrie, ein kleines Mädchen weinte.

Bouvard befreite das ganze Geflügel. Die Tiere belebten sich nach und nach, aber man konnte nicht wissen, was für Folgen das haben würde. Bei einer etwas abweisenden Entgegnung Pécuchets faßte der Pächter seine Mistgabel.

„Schert Euch zum Teufel! Oder ich renne Euch das Ding in den Bauch.“

Sie machten sich davon.

Einerlei! Das Problem war gelöst; der Ekstase liegt eine materielle Ursache zugrunde.

Was ist denn die Materie? Was ist der Geist? Woher kommt die Wirkung des einen auf das andere; — und wechselweise?

Um sich darüber klar zu werden, suchten sie bei Voltaire, bei Bossuet, bei Fénelon, — und nahmen sogar wieder ein Abonnement auf eine Leihbibliothek.

Die alten Meister waren durch die Länge ihrer Werke oder durch die Schwierigkeit ihres Idioms für sie unzugänglich, aber Jouffroy und Damiron weihten sie in die moderne Philosophie ein, — und sie verschafften sich Bücher über die Philosophie des verflossenen Jahrhunderts.

Bouvard nahm seine Argumente aus Lamettrie, Locke, Helvetius; Pécuchet aus Herrn Cousin, Thomas Reid und Gérando. Der erstere hielt sich an die Erfahrung; das Gedankliche war alles für den letzteren. In dem einen steckte etwas von Aristoteles, der andere fühlte sich Plato verwandt, — und sie diskutierten.

„Die Seele ist unkörperlich!“ sagte der eine.