„Es ist eben schwierig, keine Zweifel zu hegen: So sind die Beweise für das Dasein Gottes bei Descartes, Kant und Leibniz nicht dieselben und vernichten sich gegenseitig. Die Entstehung der Welt durch die Atome oder durch einen Geist bleibt unfaßbar.
Ich fühle mich zugleich als Materie und Denken, ohne doch zu wissen, was das eine und was das andere sei.
Undurchdringlichkeit, Festigkeit, Schwere scheinen mir gerade so große Geheimnisse wie meine Seele, — und um so mehr die Vereinigung von Seele und Körper.
Um sie zu erklären, hat Leibniz seine prästabilierte Harmonie erdacht, Malebranche die göttliche Bestimmung des menschlichen Willens, Cudworth einen Mittler, und Bossuet sieht darin ein beständiges Wunder, was eine Dummheit ist: ein beständiges Wunder wäre kein Wunder mehr.“
„In der Tat!“ sagte Pécuchet.
Und beide gestanden, daß sie der Philosophen überdrüssig wären. So viele Systeme verwirren. Die Metaphysik ist zwecklos. Man kann ohne sie leben.
Zudem wuchs ihre Geldverlegenheit. Sie schuldeten Beljambe drei Fässer Wein, Langlois zwölf Kilogramm Zucker, ihrem Schneider hundertundzwanzig Franken, dem Schuster sechzig. Neue Ausgaben stellten sich ständig ein, und Meister Gouy zahlte nicht.
Sie begaben sich zu Marescot, damit er ihnen Geld verschaffen sollte, sei es durch den Verkauf der Ecalles oder durch eine Hypothek auf ihren Pachthof oder durch Veräußerung ihres Hauses, das mit lebenslänglichen Renten bezahlt werden sollte und dessen Nutznießung sie behalten würden. — Ein ungangbarer Weg, sagte Marescot, doch ein besseres Geschäft bereite sich vor und man würde sie benachrichtigen.
Dann fiel ihnen ihr armer Garten ein. Bouvard übernahm das Ausputzen des Laubenganges, Pécuchet den Schnitt des Spaliers. — Marcel mußte die Beete umgraben.