Ihr Besitz war geschmälert. Was tun? Und wie bald leben?
Sie setzten sich beide voller Entmutigung zu Tisch. Marcel verstand nichts von der Küche; dieses Mal war sein Diner noch schlechter als sonst. Die Suppe glich Spülwasser, das Kaninchen schmeckte verdorben, die grünen Bohnen waren nicht gargekocht, die Teller schmutzig, und beim Nachtisch platzte Bouvard los, indem er drohte, er wolle ihm das Ganze an den Kopf werfen.
„Seien wir Philosophen,“ sagte Pécuchet. „Etwas weniger Geld, die Intrigen einer Frau, das Ungeschick eines Dienstboten, was bedeutet das alles? Du steckst zu tief in der Materie!“
„Aber wenn sie mich doch quält,“ sagte Bouvard.
„Ich, ich bestreite ihr Dasein!“ erwiderte Pécuchet.
Er hatte letzthin eine Darstellung der Philosophie Berkeleys gelesen und fügte hinzu:
„Ich leugne die Ausdehnung, die Zeit, den Raum, sogar die Substanz! Denn die wahre Substanz ist der Geist, der die Qualitäten perzipiert.“
„Ausgezeichnet,“ sagte Bouvard. „Doch wenn man die Welt unterdrückt, so werden die Beweise für das Dasein Gottes fehlen.“
Pécuchet widersprach lebhaft und ausführlich, obgleich er an einem Schnupfen litt, den das Jodkalium verursacht hatte, — und ständiges Fieber steigerte seine Erregung. Bouvard, der sich seinetwegen beunruhigte, ließ den Arzt rufen.
Vaucorbeil verschrieb Orangensirup mit Jod und für später Sublimatbäder.