Sie gingen nicht mehr aus, sahen niemand mehr bei sich.

Eines Nachmittags hörten sie in ihrem Hofe ein Zwiegespräch zwischen Marcel und einem Herrn in breitkrämpigem Hut und schwarzer Schutzbrille. Es war der Akademiker Larsoneur. Es konnte ihm nicht entgehen, daß man einen Vorhang zurückzog, daß Türen geschlossen wurden. Sein Besuch bedeutete einen Aussöhnungsversuch, und er ging wütend davon, indem er den Diener beauftragte, er solle seinen Herren sagen, sie seien ungezogene Menschen.

Bouvard und Pécuchet war es gleich. Die Welt verlor an Bedeutung für sie; sie sahen sie wie durch einen Nebel, der aus ihrem Gehirn kam und sich auf ihre Augen herabließ.

Ist übrigens nicht alles eine Illusion, ein böser Traum? Vielleicht halten sich, im ganzen genommen, Glück und Unglück die Wage! — Doch das Wohlergehen der Menschheit ist für den einzelnen kein Trost.

„Was sind mir die andern!“ sagte Pécuchet.

Seine Verzweiflung betrübte Bouvard. Er hatte ihn dahin gebracht, und der Verfall ihres Heims stachelte ihren Kummer mit täglichem Ärger neu an.

Um sich wieder Mut zu machen, redeten sie einander mit Vernunftgründen zu, schrieben sich Arbeiten vor und verfielen bald wieder in größere Untätigkeit, in tiefere Entmutigung.

Am Ende der Mahlzeiten blieben sie, die Ellbogen auf den Tisch gestützt, sitzen und seufzten mit betrübter Miene. Marcel riß die Augen auf, dann kehrte er in die Küche zurück, wo er sich einsam vollfraß.

In der Mitte des Sommers erhielten sie die Anzeige von der Verheiratung Dumouchels mit der verwitweten Frau Olympe-Zulma Poulet.

„Möge Gott ihn segnen!“