Und sie gedachten der Zeit, da sie glücklich waren.

Warum gingen sie nicht mehr hinter den Schnittern her? Wo waren die Tage, an denen sie in die Höfe eintraten, überall nach Altertümern suchend? Nichts vermochte jetzt mehr die so angenehmen Stunden zurückzubringen, welche das Destillieren oder die Literatur ausgefüllt hatten. Ein Abgrund trennte sie davon. Etwas Unwiderrufliches war eingetreten.

Sie wollten wie ehemals einen Spaziergang durch die Felder machen, gingen sehr weit, verirrten sich. Der Himmel war voller Schäfchen, die Glöckchen des Hafers schwankten im Winde, längs einer Wiese murmelte ein Bach, als plötzlich ein pestilenzialischer Geruch sie anhielt, und sie erblickten auf Kieseln zwischen Dornengestrüpp den Kadaver eines Hundes.

Seine vier Glieder waren vertrocknet. Der weitgeöffnete Rachen zeigte unter bläulichen Lefzen elfenbeinweiße Fangzähne; die Stelle des Bauches nahm ein Haufen von erdiger Farbe ein, der zu zittern schien, so viel Ungeziefer krimmelte darauf. Es bewegte sich, vom Sonnenlichte getroffen, unter den summenden Fliegen in diesem unerträglichen Geruch, — einem scharfen und gleichsam verzehrenden Geruch.

Indessen faltete Bouvard die Stirn, und Tränen feuchteten seine Augen.

Pécuchet sagte stoisch: „So werden wir eines Tages sein.“

Der Gedanke an den Tod hatte sie gepackt. Auf dem Heimwege sprachen sie davon.

Letzten Endes ist er nicht vorhanden. Man entschwindet in den Tau, in die Brise, in die Sterne. Man wird etwas vom Saft der Bäume, vom Glanz der Edelsteine, vom Gefieder der Vögel. Man gibt an die Natur zurück, was sie uns geliehen hat, und das Nichts, das wir vor uns haben, hat nichts Schrecklicheres, als das Nichts, das hinter uns liegt.

Sie versuchten, es sich unter der Form einer undurchdringlichen Nacht, eines grundlosen Loches, einer dauernden Ohnmacht vorzustellen; alles andere war diesem eintönigen, widersinnigen und hoffnungslosen Dasein vorzuziehen.