Und er stieg auf den andern Stuhl, doch plötzlich einhaltend:
„Aber... wir haben unser Testament noch nicht gemacht.“
„Ei ja! das ist richtig!“
Schluchzen hob ihre Brust. Sie traten an die Luke, um zu verschnaufen.
Die Luft war kalt, und zahllose Sterne glänzten am Himmel, der schwarz wie Tinte war.
Die weiße Schneedecke, welche auf der Erde lag, verlor sich in den Nebeln des Horizontes.
Sie bemerkten kleine Lichter am Erdboden; sie wurden größer, näherten sich und liefen alle auf die Kirche zu.
Neugierde trieb sie dorthin.
Es war die Mitternachtmesse der Weihnacht. Die Lichter rührten von den Laternen der Hirten her. Einige schüttelten in der Vorhalle ihre Mäntel ab.
Das Serpent summte, der Weihrauch bildete Wolken. Gläser, die in der ganzen Länge des Schiffes aufgehängt waren, bildeten drei Girlanden buntfarbiger Lichter, und im Hintergrunde, zu beiden Seiten des Sakramenthäuschens, sandten Riesenkerzen rote Flammen empor. Über die Köpfe der Menge und die Kapuzen der Frauen hinweg, jenseits der Sänger, sah man den Priester in seinem goldenen Meßgewande; seiner hellen Stimme antworteten die kraftvollen Stimmen der Männer, welche die Emporen füllten, und die hölzerne Wölbung erzitterte auf ihren Steinbögen. Bilder, die den Kreuzesweg darstellten, schmückten die Mauern. Mitten im Chor vor dem Altar lag ein Lamm, die Pfoten unter dem Leibe, die Ohren aufgerichtet.