Die Worte der Anbetung, diese Überschwenglichkeiten erhoben ihn zu ihr, die durch so viel Ehrerbietung gefeiert wird.
Er träumte sie, wie man sie auf den Kirchengemälden darstellt, auf einer Anhäufung von Wolken, Engel zu ihren Füßen, den Gottessohn an der Brust, — Mutter der zärtlichen Liebe, die in aller Trübsal auf Erden angerufen wird, — Ideal der in den Himmel versetzten Frau; denn aus ihrem Schoße hervorgegangen, steigert der Mensch seine Liebe zu ihr zur Schwärmerei und sehnt sich nur noch, an ihrem Herzen zu ruhen.
Als die Messe zu Ende war, gingen sie an den Läden entlang, die sich auf dem Platze an die Kirchenmauer lehnen. Man sieht dort Bilder, Weihwasserkessel, goldgeränderte Urnen, Christusbilder aus Kokosnuß, elfenbeinerne Rosenkränze; und das Sonnenlicht, das auf das Glas der Einrahmungen fiel, blendete ihre Augen, ließ die ganze Roheit der Malerei, die Häßlichkeit der Zeichnungen hervortreten. Bouvard, der diese Dinge zu Hause scheußlich fand, zeigte hier Nachsicht für sie. Er kaufte eine kleine Jungfrau aus blauem Porzellan. Pécuchet begnügte sich mit einem Rosenkranz, den er zur Erinnerung mitnahm.
Die Verkäufer schrien:
„Herbei! Herbei! Für fünf Franken, für drei Franken, für sechzig Centimes, für zwei Sous, weist unsere Muttergottes nicht ab.“
Die beiden Pilger schlenderten umher, ohne etwas zu wählen. Unhöfliche Bemerkungen wurden laut.
„Was wollen sie, diese Kerle!“
„Es sind vielleicht Türken!“
„Eher Protestanten!“
Eine große Frau zupfte Pécuchet am Rocke; ein Alter mit einer Brille legte ihm die Hand auf die Schulter; alle kreischten zugleich; dann verließen sie ihre Buden, stellten sich um sie herum, wurden zudringlicher mit ihren Bitten und heftiger mit ihren Beleidigungen.