Bouvard dagegen öffnete den Mund so weit, daß seine Zunge wie eine Fahne über seine Unterlippe herabhing. Als er sich erhob, stieß er Frau Bordin. Ihre Blicke trafen sich. Sie lächelte; ohne zu wissen warum, errötete er.

Nach Frau Bordin kommunizierten zusammen Fräulein von Faverges, die Gräfin, ihre Gesellschafterin und ein Herr, den man in Chavignolles nicht kannte.

Die beiden letzten waren Placquevent und Petit, der Lehrer; — da erschien plötzlich Gorju.

Er trug seinen kleinen Backenbart nicht mehr; und er suchte seinen Platz auf, indem er die Arme in sehr erbaulicher Weise über der Brust gekreuzt hielt.

Der Pfarrer sprach zu den kleinen Knaben, sie möchten späterhin Sorge tragen, es nicht wie Judas zu machen, der seinen Gott verriet, und sich immer das Kleid der Unschuld rein erhalten. Pécuchet gedachte des seinigen mit Reue; doch man rückte die Stühle; die Mütter beeilten sich, ihre Kinder zu umarmen.

Die Mitglieder des Kirchspiels beglückwünschten sich gegenseitig beim Ausgang. Einige weinten. Während Frau von Faverges auf ihren Wagen wartete, wandte sie sich Bouvard und Pécuchet zu und stellte ihren zukünftigen Schwiegersohn vor: „Herr Baron von Mahurot, Ingenieur!“ Der Graf machte ihnen Vorwürfe, weil sie sich nicht sehen ließen. Er würde die kommende Woche wieder zurück sein. „Merken Sie es sich, ich bitte Sie!“ Die Kutsche war angekommen, die Schloßdamen fuhren ab, und die Menge zerstreute sich.

In ihrem Hofe fanden sie mitten auf dem Rasen ein Paket. Der Briefträger hatte es, da das Haus verschlossen war, über die Mauer geworfen. Es war das Werk, das Barberou versprochen hatte: Kritik des Christentums, von Louis Hervieu, einem ehemaligen Schüler der Ecole normale. Pécuchet wies es von sich. Bouvard verzichtete darauf, es kennen zu lernen.

Man hatte ihm wiederholt gesagt, das Sakrament würde ihn verwandeln: mehrere Tage hindurch wartete er auf ein neues Sprießen in seiner Seele. Doch er blieb immer derselbe, und schmerzliches Staunen ergriff ihn.

Wie! Der Leib Gottes vermischt sich mit unserm Leib und bringt keine Wirkung darin hervor! Der Gedanke, der die Welten regiert, erleuchtet unsern Geist nicht! Die höchste Gewalt überläßt uns der Ohnmacht!

Herr Jeufroy, der ihn beruhigte, empfahl ihm den Katechismus des Abbé Gaume.