„Die Inquisition wandte ebenfalls die Tortur an, und sie briet die Leute recht ordentlich!“

„Man stellte vornehme Frauen in den Lupanaren aus!“

„Glauben Sie, daß die Dragoner Ludwigs XIV. sich sittsam benahmen?“

„Und vergessen Sie nicht, daß die Christen nichts gegen den Staat unternommen hatten!“

„Die Hugenotten ebensowenig!“

Der Wind jagte, fegte den Regen durch die Luft. Er klatschte auf die Blätter, bildete am Rande des Weges ein Rinnsal, und der schmutzig graue Himmel schien in die kahlen Felder überzugehen, die abgeerntet dalagen. Nirgends ein Dach. Nur in der Ferne die Hütte eines Hirten.

An Pécuchets dünnem Mantel war kein Faden mehr trocken. Das Wasser floß ihm den Rücken herab, drang in seine Stiefel, seine Ohren, seine Augen, trotz des Schirmes der Amoros-Mütze; der Pfarrer, der den unteren Teil seines Priesterrocks über den Arm geschlagen hatte, setzte dadurch seine Beine dem Regen aus; und die Ecken seines Dreispitzes spien das Wasser auf seine Schultern wie Traufrinnen einer Kirche.

Man mußte haltmachen, und dem Unwetter den Rücken wendend, standen sie Gesicht gegen Gesicht, Leib gegen Leib, indem sie mit vier Händen den schwankenden Schirm hielten.

Herr Jeufroy hatte seine Verteidigung der Katholiken nicht unterbrochen.

„Haben sie Ihre Protestanten gekreuzigt, wie man es mit dem heiligen Simeon tat, oder einen Menschen von zwei Tigern zerreißen lassen, wie es mit dem heiligen Ignatius geschah?“