„Ich dächte gar! Es muß ein Drittel der öffentlichen Lasten tragen!“

„Ich möchte ein weniger lästiges Steuerverfahren, ein besseres Katasterwesen, Veränderungen an der Einrichtung des Pfandbriefrechts; und außerdem sollte man die Bank von Frankreich abschaffen, die das Vorrecht des Wuchers hat.“

Girbal zeigte sich dem nicht gewachsen, sank in der Meinung der anderen und erschien nicht mehr.

Bouvard indessen sagte dem Wirt zu; er zog Leute herbei und plauderte gemütlich mit der Magd, während er auf die Stammgäste wartete.

Er äußerte sonderbare Gedanken über den Elementarunterricht. Wenn man die Schule verließ, sollte man seiner Ansicht nach imstande sein, Kranke zu pflegen, die wissenschaftlichen Entdeckungen zu verstehen, sich für die Künste zu interessieren. Die Forderungen seines Programms brachten ihn mit Petit in Streit; und er verletzte den Hauptmann durch die Behauptung, daß die Soldaten, anstatt ihre Zeit mit Übungen zu verlieren, besser täten, Gemüse zu bauen.

Als die Frage des Freihandels aufs Tapet kam, brachte er Pécuchet mit; und den ganzen Winter hindurch gab es im Café drohende Blicke, verächtliche Haltungen, Beleidigungen und Schimpfen nebst Faustschlägen auf die Tische, daß die Seidel tanzten.

Langlois und die übrigen Kaufleute verteidigten den nationalen Handel; Oudot, Spinnereibesitzer, und Mathieu, Goldwarenfabrikant, die einheimische Industrie; die Gutsbesitzer und die Pächter die einheimische Landwirtschaft, wobei jeder für sich Vorrechte zum Nachteil der Mehrheit verlangte. Bouvards und Pécuchets Reden beunruhigten.

Da man ihnen vorwarf, nichts von der Praxis zu verstehen, es auf Gleichmacherei und Sittenlosigkeit abgesehen zu haben, entwickelten sie folgende drei Anschauungen: den Familiennamen durch eine Stammrollennummer zu ersetzen; die Franzosen in Rangklassen einzuteilen, und um seinen Rang zu behaupten, solle man sich von Zeit und Zeit einem Examen unterziehen; Wegfall der Bestrafungen wie der Auszeichnungen, aber für alle Dörfer eine besondere Chronik, die auf die Nachwelt übergehen sollte.

Man wollte von ihrem System nichts wissen. Sie schrieben einen Artikel darüber für die Zeitung von Bayeux, setzten ein Schreiben an den Präfekten auf, richteten eine Eingabe an die Kammern, eine Denkschrift an den Kaiser.