Seine bläulichen Augen, die stets halb zugekniffen waren, lächelten in einem Gesicht von gesunder Farbe. Eine Hose mit großem Latz, die unten auf seinen Kastorschuhen Falten warf, umschloß fest seinen Leib und bewirkte, daß sich das Hemd am Gurt bauschte; und seine blonden Haare, die sich von selbst in leichte Locken legten, gaben ihm etwas Kindliches.

Von der Spitze seiner Lippen kam eine Art von ununterbrochenem Pfeifen.

Das ernste Äußere Pécuchets fesselte Bouvards Aufmerksamkeit.

Man hätte glauben können, er trüge eine Perücke, so schmiegsam und schwarz waren die Strähnen, die seinen Schädel bedeckten. Sein Gesicht erschien ganz scharfkantig durch die weit herabgehende Nase. Seine Beine, die in Lastinghosen steckten, standen in einem Mißverhältnis zur Länge des Oberkörpers. Er hatte eine laute, tiefe Stimme.

Folgender Ausruf entschlüpfte ihm: „Wie wohl würde man sich auf dem Lande fühlen!“

Aber das Weichbild war nach Bouvards Ansicht unausstehlich durch den Lärm der Kneipen. Pécuchet dachte ebenso. Trotzdem fühlte er sich allmählich der Hauptstadt überdrüssig; Bouvard desgleichen.

Und ihre Augen wanderten über die zum Bauen aufgeschichteten Steinhaufen, über das widerliche Wasser, auf dem ein Strohbündel schwamm, über den Schornstein einer Fabrik, der sich am Horizont erhob; die Ausdünstungen der Abwässer lagen in der Luft. Sie wandten sich nach der anderen Seite. Da hatten sie die Mauern der Getreidespeicher vor sich.

Ganz gewiß — und Pécuchet schien davon überrascht — es war auf der Straße noch heißer als im Hause!

Bouvard suchte ihn zu veranlassen, seinen Rock abzulegen. Er für seinen Teil kehre sich nicht daran, was man darüber sagen würde!

Plötzlich torkelte ein Betrunkener den Bürgersteig entlang; und von den Arbeitern ausgehend, schnitten sie ein politisches Gespräch an. Ihre Anschauungen waren die gleichen, wenn auch Bouvard vielleicht etwas liberaler war.