In der Dämmerung war der Eindruck schrecklich. Der Fels nahm wie ein Berg den Rasen ein, das Grabmal bildete zwischen dem Spinat einen Würfel, die venezianische Brücke über den Bohnen einen Zirkumflex, — und darüber hinaus die Hütte einen schwarzen Fleck, denn sie hatten das Strohdach angezündet, um sie poetischer zu machen. Die Taxusbäume in Form von Hirschen oder Sesseln folgten einander bis zu dem niedergeschmetterten Baum, der sich querhindurch von dem Laubengange bis zur Laube erstreckte, wo Tomaten wie Stalaktiten herabhingen. Hier und da entfaltete eine Sonnenblume ihre gelbe Scheibe. Die rotgestrichene chinesische Pagode auf dem Hügel glich einem Leuchtturm. Die von der Sonne getroffenen Pfauenschnäbel sprühten Lichter, und hinter dem Gitter, von dem man die Latten fortgenommen, schloß das ganz flache Gelände den Horizont.

Das Staunen der Gäste war für Bouvard und Pécuchet ein Hochgenuß.

Frau Bordin besonders bewunderte die Pfauen; doch das Grabmal fand kein Verständnis, ebensowenig die angezündete Hütte und die in Ruinen gelegte Mauer. Dann betrat einer nach dem andern die Brücke. Um den Teich zu füllen, hatten Bouvard und Pécuchet den ganzen Morgen hindurch Wasser angefahren. Es war zwischen den schlecht verbundenen Steinen des Grundes durchgesickert, und Schlamm bedeckte sie.

Während des Rundganges erlaubte man sich, zu kritisieren. „An Ihrer Stelle würde ich das so gemacht haben. — Die Erbsen sind zurück. — Offen gesagt, dieser Winkel ist nicht sauber. — Mit einer solchen Beschneidung werden sie niemals Früchte bekommen.“

Bouvard war genötigt zu antworten, daß ihm die Früchte gleichgültig seien.

Als man den Laubengang entlang ging, sagte er mit pfiffiger Miene:

„Ah! da ist jemand, den wir stören; bitte tausendmal um Entschuldigung!“

Der Scherz blieb unerwidert. Jeder kannte die Dame aus Gips.

Nach mehreren Umwegen im Labyrinth gelangte man schließlich vor die Tür mit den Pfeifen. Betroffene Blicke wurden gewechselt. Bouvard beobachtete die Gesichter seiner Gäste, — und voller Ungeduld, ihre Ansicht zu erfahren, fragte er: