Sein Zorn legte sich von selbst, und die beiden Fäuste in die Hüften gestemmt, betrachtete er die Bürger mit melancholischer und spöttischer Miene. Die Anstrengungen der Biwaks, Absinth und Fieber, ein ganzes Dasein von Elend und Völlerei offenbarte sich in seinen trüben Augen. Seine bleichen Lippen zitterten, wobei sein Zahnfleisch sich entblößte. Der weite purpurgefärbte Himmel umfing ihn mit einem blutigen Schimmer, und seine Halsstarrigkeit, dort bleiben zu wollen, verbreitete ein Gefühl von Entsetzen.

Um ein Ende zu machen, holte Bouvard den Rest einer Flasche herbei. Der Vagabund trank ihn gierig herunter und verschwand dann gestikulierend in den Haferfeldern.

Darauf tadelte man Bouvard. Durch solche Nachgiebigkeit begünstige man die Unordnung. Doch Bouvard, der durch den Mißerfolg seines Gartens gereizt war, begann das Volk zu verteidigen, — alle sprachen zu gleicher Zeit.

Foureau hob die Regierung in den Himmel, für Hurel gab es nur Grundbesitz in der Welt. Der Abbé Jeufroy beklagte sich, daß man die Religion nicht schütze. Pécuchet schimpfte über die Steuern. Frau Bordin rief in Zwischenräumen: „In erster Linie verabscheue ich die Republik,“ und der Arzt erklärte sich für den Fortschritt. „Denn schließlich, meine Herren, haben wir Reformen nötig.“ — „Möglich!“ antwortete Foureau, „aber alle diese Ideen schaden den öffentlichen Angelegenheiten!“ „Ich pfeife auf die öffentlichen Angelegenheiten!“ schrie Pécuchet.

Vaucorbeil fuhr fort: „Dürfen wir wenigstens die Kapazitäten heranziehen?“ Bouvard ging nicht so weit.

„Das ist Ihre Meinung?“ erwiderte der Doktor, „dann weiß man, wer Sie sind! Guten Abend! Ich wünsche Ihnen eine Sündflut, damit Sie auf Ihrem Teich Kahn fahren können.“

„Ich gehe auch,“ sagte einen Augenblick später Herr Foureau. Und auf seine Tasche weisend, in der sich der Emir befand: „Wenn ich einen neuen nötig habe, komme ich wieder!“

Bevor der Pfarrer ging, vertraute er Pécuchet schüchtern an, daß er dieses heidnische Grabmal inmitten der Gemüse nicht schicklich finde. Hurel grüßte bei seinem Aufbruch die Anwesenden sehr tief. Herr Marescot war gleich nach dem Nachtisch verschwunden.

Frau Bordin begann die Einzelheiten ihrer Gurkenbereitung von neuem, versprach ein zweites Rezept für Pflaumen in Branntwein und ging noch dreimal in der großen Allee auf und ab; als sie jedoch an der Linde vorbeikam, hakte sich der Saum ihres Gewandes fest, und sie hörten sie murmeln: „Lieber Gott! Was für eine Dummheit ist das mit diesem Baum!“

Bis Mitternacht ließen die beiden Gastgeber unter der Laube ihren Verdruß aus.