Bouvard verkündete, er werde drei Tassen Kaffee trinken, obgleich er keine Militärperson sei. Pécuchet schnupfte, die Mütze auf den Ohren, einmal nach dem andern und nieste ohne Furcht; und da ihnen der Geschmack nach Champagner stand, befahlen sie Germaine, sogleich ins Wirtshaus zu gehen, um ihnen eine Flasche zu holen. Das Dorf sei zu weit. Sie weigerte sich. Pécuchet war entrüstet:

„Ich fordere Sie auf, hören Sie! Ich fordere Sie auf, hinzulaufen!“

Sie gehorchte, jedoch brummend und entschlossen, bald ihre Herren zu verlassen, so unbegreiflich und wunderlich waren sie.

Dann gingen sie wie früher, den Kaffee auf dem Aussichtspunkt einzunehmen.

Die Ernte war soeben beendet — und die Heuhaufen hoben sich auf den Feldern in schwarzen Massen vor der Dunkelheit der bläulichen und milden Nacht. Die Höfe lagen in Schweigen. Man hörte nicht einmal die Grillen. Das ganze Gefilde schlummerte. Sie verdauten, die Brise einatmend, die ihre Wangen kühlte.

Der weite Himmel war mit Sternen besät; einige glänzten in Gruppen, andere kettenförmig hintereinander, oder sie standen auch einzeln in weiten Zwischenräumen. Eine Zone von leuchtendem Staub, die von Norden nach Süden ging, gabelte sich über ihren Köpfen. Zwischen diesen leuchtenden Stellen waren weite leere Räume, — und das Firmament schien ein Meer von Azur mit Archipeln und Inselchen.

„Welch eine Unmenge!“ rief Bouvard aus.

„Wir sehen nicht alles!“ fuhr Pécuchet fort. „Hinter der Milchstraße gibt es Nebelflecke; jenseits der Nebelflecke wieder Sterne. Der nächste ist von uns dreihundert Milliarden von Myriametern entfernt.“

Er hatte oft durch das Teleskop auf dem Vendômeplatze geblickt und erinnerte sich der Zahlen.

„Die Sonne ist eine Million mal größer als die Erde, Sirius hat die zwölffache Größe der Sonne, die Kometen haben eine Länge von vierunddreißig Millionen Meilen!“