„Das ist um verrückt zu werden!“ sagte Bouvard.

Er beklagte seine Unwissenheit und bedauerte sogar, in seiner Jugend nicht auf der polytechnischen Schule gewesen zu sein.

Da drehte Pécuchet ihn gegen den Großen Bären und zeigte ihm den Polarstern, dann Kassiopeia, deren Konstellation ein Y bildet, Wega aus dem Sternbild der Leier, hell funkelnd, und, ganz unten am Horizont, den roten Aldebaran.

Bouvard verfolgte mit zurückgelegtem Kopf mühsam die Dreiecke, Vierecke und Fünfecke, die man sich denken muß, um sich am Himmel zurechtzufinden.

Pécuchet fuhr fort:

„Die Schnelligkeit des Lichtes beträgt achtzigtausend Meilen in der Sekunde. Ein Strahl der Milchstraße gebraucht sechshundert Jahre, um zu uns zu gelangen. So kann ein Stern zu der Zeit, wo man ihn beobachtet, verschwunden sein. Mehrere erscheinen nur zuzeiten, andere kehren nie wieder, — und sie ändern ihre Stellung; das alles bewegt sich, das alles zieht vorüber.“

„Doch die Sonne ist unbeweglich!“

„So glaubte man ehemals. Aber heute verkünden die Gelehrten, daß sie dem Sternbild des Herkules entgegeneilt!“

Das störte Bouvard in seinen Ideen; — und nach minutenlangem Nachdenken:

„Die Wissenschaft gründet sich auf die an einer Ecke des Weltraumes gegebenen Verhältnisse. Vielleicht stimmt sie nicht mit dem ganzen Rest überein, von dem man nichts weiß, der viel größer ist und den man nicht erforschen kann.“