Ein Wagenvermieter sprach sie an und schlug ihnen Fahrten in die Umgegend vor: nach Ingouville, Octeville, Fécamp, Lillebonne, „Rom, wenn es sein müßte“.
Seine Preise waren unvernünftig; doch der Name Fécamp hatte ihre Aufmerksamkeit erregt; wenn man sich ein wenig zur Seite wandte, konnte man Etretat sehen, und sie nahmen den Omnibus nach Fécamp, um gleich so weit wie möglich zu gelangen.
Im Wagen unterhielten sich Bouvard und Pécuchet mit drei Bauern, zwei braven Frauen, einem Seminaristen, und sie zögerten nicht, sich die Eigenschaft von Ingenieuren beizulegen.
Vor dem Hafenbecken hielt man an. Sie erreichten die Klippe, und fünf Minuten später quetschten sie sich an ihr entlang, um eine große Wasserlache zu umgehen, die sich wie ein Golf mitten ins Ufer hineinschob. Dann sahen sie eine Bogenwölbung, welche die Öffnung zu einer tiefen Grotte bildete; sie war widerhallend, sehr hell, ähnelte mit ihren von oben bis unten gehenden Säulen und einem Teppich von Algen auf den Fliesen einer Kirche.
Dieses Werk der Natur setzte sie in Erstaunen, und während sie im Weitergehen Muscheln auflasen, erhoben sie sich zu Betrachtungen über den Ursprung der Welt.
Bouvard neigte zum Neptunismus; Pécuchet war dagegen Plutonist.
Das Feuer im Erdinnern hatte die Kruste des Erdballs gesprengt, Erdteile emporgehoben, Höhlungen entstehen lassen. Es war wie ein inneres Meer mit seiner Flut und Ebbe, seinen Stürmen; ein dünnes Häutchen trennt uns davon. Man würde nicht ruhig schlafen, wenn man an alles dächte, was sich unter unsern Füßen befindet. Indessen nimmt das Feuer im Erdinnern ab, und die Sonne verliert ihre Kraft, so daß die Erde eines Tages vor Kälte zugrunde gehen muß. Sie wird unfruchtbar werden; alles Holz und alle Kohle werden sich in Kohlensäure verwandeln, und kein Wesen wird mehr bestehen können.
„So weit sind wir noch nicht,“ sagte Bouvard.
„Hoffen wir es,“ erwiderte Pécuchet.