Gleichviel, dieses Weltende, so fern es lag, stimmte sie düster, und sie schritten schweigend nebeneinander auf dem Uferkies dahin.
Die Klippe, lotrecht, blendend weiß und hier und da von Kieseln schwarz geädert, verlief gegen den Horizont in einer Ausdehnung von fünf Wegstunden wie die Linie einer Befestigungsmauer. Ein scharfer kalter Ostwind wehte. Der Himmel war grau, das Meer grünlich und wie geschwollen. Von der Spitze der Klippen flogen Vögel auf, kreisten, kehrten eilig wieder in ihre Löcher. Zuweilen löste sich ein Stein und schlug ein paarmal auf, bevor er zu ihnen herabkam.
Pécuchet dachte mit lauter Stimme:
„Wofern nicht die Erde durch eine Umwälzung zugrunde geht. Man weiß nichts über die Dauer unserer Periode. Das innere Feuer braucht nur hervorzubrechen.“
„Aber es nimmt doch ab.“
„Das hindert nicht, daß seine Ausbrüche die Insel Julia, den Monte-Nuovo und vieles andere noch erzeugt haben.“ Bouvard erinnerte sich, diese Einzelheiten bei Bertrand gelesen zu haben.
„Derartige Umwälzungen kommen in Europa nicht vor.“
„Bitte sehr um Entschuldigung, Beweis das Erdbeben von Lissabon. Was unsere Gegenden anlangt, so sind die Kohlen- und Schwefelkies-Minen zahlreich und können sehr wohl bei der Zersetzung vulkanische Schlünde bilden. Vulkane brechen übrigens immer nahe am Meer aus.“
Bouvard ließ seinen Blick über die Fluten wandern und glaubte in der Ferne Rauch zu sehen, der zum Himmel stieg.
„Da die Insel Julia verschwunden ist,“ fuhr Pécuchet fort, „so werden vielleicht Landstriche, die durch dieselbe Ursache entstanden sind, das gleiche Los teilen. Ein Inselchen des Archipels ist gerade so wichtig wie die Normandie oder auch wie Europa.“