„Es ist nichts! ... Mach das Fenster auf! ... Ich ersticke!“
Ein Brechreiz überkam sie jetzt so plötzlich, daß sie kaum noch Zeit hatte, ihr Taschentuch unter dem Kopfkissen hervorzuziehen.
„Nimms weg!“ sagte sie nervös. „Wirfs weg!“
Er fragte sie aus, aber sie antwortete nicht. Sie lag unbeweglich da, aus Furcht, sich bei der geringsten Bewegung erbrechen zu müssen. Inzwischen fühlte sie eine eisige Kälte von den Füßen zum Herzen hinaufsteigen.
„Ach,“ murmelte sie, „jetzt fängt es wohl an?“
„Was sagst du?“
Sie warf den Kopf in unterdrückter Unruhe hin und her. Fortwährend öffnete sie den Mund, als läge etwas Schweres auf ihrer Zunge. Um acht Uhr fing das Erbrechen wieder an.
Karl bemerkte auf dem Boden des Napfes einen weißen Niederschlag, der sich am Porzellan ansetzte.
„Sonderbar! Sonderbar!“ wiederholte er.
Aber sie sagte mit fester Stimme: