Dann weinte die arme Frau bitterlich, bis ihr Mann sagte: »Meine Frau, das Weinen hilft nichts. Wir wollen jetzt beten. Wir wollen zu Loge, dem Gott des Feuers, beten. Vielleicht wird uns Loge helfen.«
Die armen Eltern beteten lange, und sie beteten so inbrünstig (so laut und so gut), daß Loge das Gebet endlich hörte. Loge kam und fragte: »Was wollen Sie, gute Leute, warum beten Sie so inbrünstig?«
»Ach,« sagte der Mann, »morgen kommt ein kluger Riese, um unser liebes Kind fortzunehmen, wenn wir es nicht verstecken, so daß er es nicht finden kann. Wuotan und Hönir haben beide das Kind versteckt, und zweimal hat der böse Riese das Kind gefunden. Helfen Sie uns, Loge, und verstecken Sie das Kind, bitte, bitte.«
»Gut,« sagte Loge, »ich will das Kind verstecken, so daß der Riese es nicht finden kann, und wenn er es findet, so werde ich den bösen Riesen töten.« Dann sagte Loge zu dem Fischer: »Wo ist Ihr Boot. Ich muß fischen.«
Der Fischer ging mit Loge auf den See. Loge fischte. Er fing drei Fische. Die Fische waren schön. Loge öffnete einen Fisch. Er fand viele Eier in dem Fische. Er versteckte das Kind in ein kleines Fischei. Dann ließ er die Fische wieder in das Wasser gehen und sagte:
»Nun, Fischer, kann der böse Riese das Kind sicher nicht finden.«
Loge ging dann in das Haus. Da sagte er: »Wo ist eine Stange? Ich muß eine Stange, eine sehr spitzige Stange haben.«
Der Fischer gab Loge eine spitzige Stange. Loge machte die Stange an der Wand des Hauses fest, so daß das spitzige Ende gegen die Thür war. Dann sagte er: »Jetzt kann der böse Riese kommen!«
Am Morgen kam der böse Riese. Der Fischer stand vor der Thür des kleinen Hauses.
»Nun, Fischer,« sagte er. »Haben Sie das Kind versteckt?«