Nahe bei dem Palaste wohnte ein armer Mann. Er hatte drei Söhne, und als diese hörten, daß der König die Hand der Prinzessin dem Manne geben wolle, der sie lachen machen konnte, wollten sie alle drei in den Palast gehen.
Der Vater sagte: »Sie können doch nicht alle drei auf einmal als Freier dahin gehen.«
»Der älteste Sohn kann zuerst gehen, und wenn er die Prinzessin nicht lachen machen kann, dann kann der zweite gehen. Wenn es ihm auch nicht glückt, kann der dritte zuletzt auch gehen.«
Der älteste Sohn machte sich zuerst auf den Weg. Er kam bald zu dem Palaste. Da stand er vor dem König und sagte stolz:
»König, ich bin gekommen, um Ihre Tochter lachen zu machen, denn ich will sie zur Frau haben.«
»Nun, Sie sollen sie zur Frau haben, junger Mann, wenn es Ihnen gelingt, sie lachen zu machen, aber viele Freier haben es schon versucht, und sie konnten es nicht thun. Wenn Sie es auch nicht thun können, werde ich Sie bestrafen, denn ich bin der Freier müde, die nichts thun können.«
»Das ist mir recht,« sagte der erste junge Mann, und er ging vor die Prinzessin und sagte:
»Als ich einmal Soldat werden sollte, mußte ich das Exerzieren lernen, aber da ich sehr ungeschickt bin, mußten Soldaten und Offiziere sich beinahe halb tot lachen, wenn ich exercierte.«
Dann brachte man eine Uniform und ein Gewehr, und der junge Mann exercierte. Er war so ungeschickt, daß es zum totlachen war. Aber, obgleich der König, die Königin und alle Ihre Diener laut lachten, lachte die Prinzessin doch nicht, und als der König das sah, war er sehr böse und bestrafte den Jüngling.
Dann kam der zweite Jüngling. Er war Schullehrer. Er kam zum König und sagte: