»Ich möchte Ihre Tochter heiraten und ich weiß, daß ich sie lachen machen kann, denn meine Schüler lachen ja immer, wenn ich Psalmen singe.«

Der König sagte: »Das ist gut, Schullehrer; aber wenn Sie die Prinzessin nicht lachen machen können, so werden Sie bestraft.«

»Das ist mir recht,« antwortete der Schullehrer, und er kam vor die Prinzessin und begann Psalmen zu singen. Er sang so schlecht und sah auch so komisch aus, daß alle laut lachen mußten.

Alle lachten laut, nur die Prinzessin nicht, und da sie nicht lachen wollte, sagte der König:

»Bestrafen Sie den Schullehrer, er kann meine Tochter mit seinem Singen nicht lachen machen.«

Der arme Schullehrer wurde bestraft, und ging traurig nach Hause. Dann machte sich der dritte Jüngling auf den Weg. Er kam auch zum Palaste, aber er sagte nicht, wie seine Brüder, daß er die Prinzessin lachen machen wolle, ach nein, er war viel zu klug. Er fragte nur, ob der König nicht einen Diener brauche.

Der König sagte: »Ja, ich brauche einen Mann, um Holz und Wasser in die Küche zu tragen.«

»Das ist mir schon recht!« antwortete der Jüngling. »Ich will Holz und Wasser in die Küche tragen.«

Eines Tages, als er Wasser holen wollte, sah er einen großen Fisch in dem Brunnen. Der Fisch lag so still im Wasser, daß der Jüngling ihn in seinem Eimer fangen konnte. Als er mit dem Fische in dem Eimer nach Hause ging, begegnete er einer alten Frau, die eine goldene Gans an einer Schnur führte.

»Guten Tag, gute Frau. Sie haben da eine wunderschöne Gans, und ihre Federn sind auch wunderschön.«