Als sie mit dem Essen zu Ende waren, nahm der Einsiedler eine Kanne voll Wasser. Er wollte seine Blumen begießen, aber das Kind sagte:

»Ach, guter Mann, thun Sie das nicht! Sie werden die schönen Blumen verderben. Ich habe eine Blume einmal in das Wasser fallen lassen und sie war nie wieder schön.«

»Ja,« sagte der Einsiedler. »Papierblumen sind nicht wie diese Blumen. Diese Blumen hat der liebe Gott gemacht. Sie wachsen aus der Erde, und sie müssen immer viel Wasser zu trinken haben. Darum muß ich sie jeden Tag begießen!«

Das Kind ging mit dem Einsiedler überall hin und sah viele schöne Dinge, und hörte vieles, das es nicht verstehen konnte. Endlich sank die Sonne am Horizonte nieder. Das Kind sah es und schrie laut:

»Ach, sehen Sie, die schöne Lampe ist in ein Loch gefallen! die schöne Lampe ist in ein tiefes Loch gefallen!«

»Nein,« sagte der Einsiedler. »Das ist nur der Sonnenuntergang. Morgen kommt die Sonne wieder. Aber jetzt mußt du zu Bette gehen, liebes Kind, du mußt müde sein!«

Das Kind sah das Bett, wunderte sich, legte sich darauf und schlief bald fest ein, aber der Einsiedler betete noch lange um Gottes Hülfe.

Das Kind blieb da, in der Einsiedelei, den ganzen Sommer. Es lernte viel, wurde stark und gesund, und konnte bald sehr gut Deutsch sprechen. Der Einsiedler lehrte es viel von Gott und von der Welt, die Er geschaffen hat.

4. Die Reise.

Als der Sommer vorüber war, und der Herbst herankam, sagte der Einsiedler zu dem Knaben: