„Oh, wenn ich nur eine solche Peitsche hätte, die so laut knallt!“ sagte Hans endlich, und sah seinen Stock, mit dem kleinen daran befestigten Strick, traurig an, obschon er ihn bis dahin als seinen größten Schatz angesehen.

Aber diese Peitsche konnte nicht knallen, wie diejenige des kleinen Fremden, und jetzt hatte Hans alle Freude daran verloren.

Am folgenden Morgen kam die kleine Rita zur Thür heraus. Der Vater stand da, und Rita lief fröhlich herum. Sie war so glücklich in den Bergen zu sein, und als sie die schönen Blumen sah, schlug sie vor Freude in die Hände.

Sie pflückte die Blumen und hatte bald einen großen Blumenstrauß. Nach und nach, als der Blumenstrauß größer wurde, näherte sie sich der kleinen Hütte, wo Hans stand. Er sah Rita an, und als sie näher trat, sagte er:

„Ich weiß, wo schöne Blumen wachsen!“

„Schöner als diese?“ fragte Rita, den Blumenstrauß hinhaltend.

„Oh, ja; viel schöner. Dort in dem Walde sind große Büsche roter Blumen.“

„Ach, wie herrlich!“ rief Rita entzückt. „Vater,“ schrie sie, „komm’ [doch], wir wollen gleich in den Wald gehen. Der Knabe sagt, daß da große Büsche ganz voll roter Blumen stehen. Bitte, komm’ doch!“

„Nein, Kind, nicht jetzt,“ erwiderte der Vater lächelnd. „Jetzt mußt du in das Haus kommen, um dein Frühstück zu essen. Deine liebe Mutter ist krank, und du sollst heute sehr artig sein.“