„Ach, Vater, ich bin so froh, daß du gekommen bist. Ich habe so lange gewartet. Ich wollte die schönen Blumen pflücken und dann bin ich plötzlich hinunter gefallen.
„Ich konnte weder hinauf noch hinunter gehen. Ich war so müde und schläfrig, daß ich die Augen nicht mehr offen halten konnte. Doch fürchtete ich, weiter hinunter zu fallen. Da dachte ich: Wenn ich mein Abendgebet bete, so schickt der liebe Gott einen schönen Engel herunter, um mich zu schützen, bis der Vater kommt. Hast du den Engel wohl gesehen, Vater?“
„Nein, gesehen habe ich ihn nicht, aber der liebe Gott hat ihn doch heruntergeschickt,“ rief der glückliche Vater.
Der Vater war so glücklich, sein Kind wieder wohlbehalten in den Armen zu haben, daß er seine Freude nicht genug aussprechen konnte.
Die kleine Rita wurde von der Mutter, Schwester und Gouvernante fröhlich empfangen; und an demselben Tage ging sie noch mit dem Vater, um den Holzhacker und seine Familie zu besuchen.
Der wackere Mann wurde sehr reichlich belohnt, und als Rita den kleinen Hans fragte, was er sich wohl wünschte, da er sie doch gefunden, rief er:
„Ich möchte am allerliebsten eine große Peitsche haben, die so laut knallen kann, wie diejenige Ihres Bruders.“
Schon am folgenden Tage wurde sein Wunsch erfüllt. Der kleine Hans knallte mit seiner Peitsche vom Morgen bis zum Abend und war der glücklichste Junge in dem ganzen Riesengebirge.