Der Jüngling, der seinen Tisch, seinen Pack und seinen Sack in dem Garten versteckt hatte, wartete nur bis die Nacht herankam. Dann öffnete er den Sack und rief laut, „Schloß heraus!“ In einer Minute wurde er ein schönes Schloß da im Garten gewahr. Dann öffnete er den Pack und rief laut: „Zwanzig Soldaten heraus!“
Sobald die Soldaten heraus waren, befahl er ihnen, das Schloß zu bewachen, und ihn morgens um vier Uhr aufzuwecken.
Die Soldaten bewachten das Schloß sogleich, und er ging mit dem Tisch, dem Sack und dem Pack hinein.
Dann stellte er den Tisch in das prächtige Eßzimmer, klopfte darauf und rief laut: „Lebensmittel für einen König!“ und als der Tisch mit den besten Speisen bedeckt war, setzte er sich und aß und trank nach Belieben.
Dann schlief er auf einem goldenen Bette ein, und früh morgens weckten ihn die Soldaten auf, wie er befohlen. Er nahm Tisch, Sack und Pack und ging in den Garten. Dann öffnete er den Pack, rief laut: „Zwanzig Soldaten hinein!“ und die zwanzig Soldaten verschwanden in dem Pack. Dann öffnete er den Sack, rief laut: „Schloß hinein!“ und das Schloß verschwand auch.
Heinrich versteckte Tisch, Sack und Pack und ging in den Stall, wo die bösen Brüder ihn fanden, und ihn wieder auslachten. Sie fragten ihn auch, warum er kein Gold aus dem Schlosse gebracht.
„Ach,“ erwiderte er stolz, „ich habe etwas Besseres als Gold,“ und er zeigte ihnen den Tisch. Die Brüder waren erstaunt und sie sprachen von dem Tisch mit allen ihren Freunden. Endlich hörte der König auch davon. Er schickte zwei Offiziere und ließ dem Jüngling sagen, er solle ihm den Tisch leihen.
Heinrich sagte: „Ja, der König kann den Tisch haben, aber wenn er mir in drei Tagen nicht zurückgegeben ist, so erkläre ich dem König Krieg.“
Der König freute sich sehr über den Tisch. Er wollte ihn behalten. Er ließ Zimmerleute und Schreiner kommen und sagte streng:
„Zimmerleute und Schreiner, Sie müssen binnen drei Tagen einen anderen Tisch verfertigen, der diesem so gleich ist wie ein Ei dem anderen!“