Die Zimmerleute und Schreiner arbeiteten Tag und Nacht und binnen drei Tagen hatten sie einen Tisch verfertigt, der dem anderen glich wie ein Ei dem anderen.
Als der König diesen Tisch dem Jüngling schickte, klopfte er darauf und rief laut: „Lebensmittel für einen König!“ aber da der Tisch sich nicht sogleich deckte, merkte er, daß der König den Wundertisch noch hatte.
„Tragen Sie diesen Tisch zu dem König!“ rief er den Dienern laut zu, „und sagen Sie ihm, daß wenn er mir meinen Wundertisch nicht sogleich schickt, ich ihm den Krieg erklären werde.“
Als der König dieses hörte, lachte er laut, denn er dachte: „Der Jüngling ist arm, er hat weder Soldaten noch Geld, er kann mir keinen Schaden thun.“ Aber bald lachte der König nicht mehr, denn der Jüngling kam vor das Schloß, öffnete den Pack, rief laut: „Hundert tausend Infanterie und hundert tausend Kavallerie heraus!“ und in einem Augenblick hatte er ein großes Heer (Armee) von zwei hundert tausend [Mann].
Der König fürchtete sich sehr vor diesem großen Heer, und schickte einen Boten mit einer weißen Fahne, um dem Jüngling zu sagen, daß er seinen Tisch wieder haben solle, und die Hand der Prinzessin dazu, wenn er das Heer nur fortbringen wolle.
Der Jüngling sagte: „Nun, das ist mir schon Recht, aber die Hochzeit muß noch heute stattfinden!“
Dann öffnete er den Pack, rief laut: „Hundert tausend Infanterie und hundert tausend Kavallerie hinein!“ und das große Heer verschwand sogleich in dem Pack. Der Jüngling ging allein in den Palast. Da wurde er mit der schönen Prinzessin getraut und der Wundertisch wurde für das Hochzeitsfest gebraucht. Alle Gäste aßen und tranken so viel sie wollten, und nachdem sie lange getanzt hatten, sagte der König:
„Nun, Schwiegersohn, gehen Sie jetzt schlafen!“