Der Bauer, der den kleinen alten Mann noch nie gesehen, war ein wenig erstaunt über diese Begegnung, aber dennoch erwiderte er langsam:

„Nun das ist mir schon Recht!“

„Dann folgen Sie mir!“ rief der kleine, alte Mann, und anstatt den gewöhnlichen Weg zu gehen, führte er ihn durch Wald und Gestrüpp. Bald kamen sie zu einem kleinen Pfad, der in eine große Höhle führte.

Der Bauer hatte nie von einer Höhle in dem Berge gehört, aber der kleine Mann ging schnell hinein, und winkte ihm zu, mit dem Pferde herein zu kommen.

Der Bauer war sehr erstaunt als er in die Höhle kam, denn da waren tausende von schlafenden Pferden, und bei jedem Pferd war ein schlafender Knecht in Rüstung.

Der kleine Mann nahm jetzt den Zügel aus der Hand des Bauers, führte das Pferd an einen leeren Platz, band es fest, und sogleich schlief es auch fest ein. Dann führte er den Bauer noch weiter, und brachte ihn bald in einen weiten, unterirdischen Saal, der mit Edelsteinen und Gold reichlich verziert war. Viel Gold und viele Edelsteine lagen in Haufen herum, und der kleine alte Mann nahm einige Goldstücke und reichte sie dem Bauer als den bestimmten Preis für das Pferd.

Der Bauer steckte das Gold in seine Tasche und sah sich verwundert um. Sein Erstaunen wurde immer größer, denn mitten im Saale stand ein großer Marmortisch. An dem Marmortisch saß ein schlafender Ritter. Er war in voller Rüstung, nur den Helm hatte er abgelegt, der lag auf dem Boden, mit seinem Schwerte, seiner Lanze, und seinem Schild. Der Ritter schlief fest. Ein langer, feuerroter Bart hing ihm tief über die Brust herab, und war fast dreimal um den Marmortisch gewachsen. Um ihn her waren viele schlafende Ritter, die auch wie Helden aussahen, und hinter dem Lehnstuhl des schlafenden Rotbarts stand ein kleiner, schlafender Zwerg.

Während der Bauer erstaunt still stand, regte sich der Rotbart auf einmal, öffnete die Augen und rief dem Zwerg ernst zu: