Der König Friedrich hatte ein Lustschloß, wo er sich gern aufhielt und wo er mit seinem Freunde, dem Schriftsteller Voltaire, viele schöne Stunden verbrachte. Es fiel dem König einst ein, daß sein Schloß viel schöner sein würde, wenn der Park nur größer wäre.

Er ließ Pläne dafür entwerfen, und als man sie ihm brachte, gefielen sie ihm gar gut.

„Führen Sie diese Pläne sogleich aus,“ befahl er seinen Dienern. „Aber was ist das?“ fügte er hinzu, und deutete mit dem Finger auf eine Stelle auf dem Plane, der ihm vor Augen lag.

„Das ist das Land des Müllers von Sans-Souci, welches er durchaus nicht verkaufen will.“

„Was! Mir nicht verkaufen will?“ rief der König. „Unverschämter Kerl! Führt ihn sogleich hierher, er wird es mir abtreten müssen!“

Der Müller kam und der König redete ihn an:

„Nun, Müller, wollt Ihr mir Euere Mühle um einen guten Preis abtreten?“

„Nein, das will ich nicht!“ rief der Müller. „Die Mühle gehörte meinem Vater und Großvater. Ich bin darin geboren, und gedenke darin zu sterben und sie meinen Kindern zu hinterlassen.“

Der König zeigte dem Müller seine Pläne, erklärte ihm, warum er das Gut kaufen wolle, und bot ihm einen sehr hohen Preis dafür.