Der Müller wollte aber die Mühle um keinen Preis verkaufen und wiederholte sein Nein, bis der König ärgerlich (böse) wurde und heftig ausrief:

„Wißt Ihr wohl, hartnäckiger Müller, daß ich Euch die Mühle nehmen kann, ohne zu fragen und ohne sie zu bezahlen!“

Der Müller schmunzelte nur und erwiderte zuversichtlich:

„Ja, Herr König, aber es giebt auch Richter in Berlin, die Sie bald dafür bestrafen würden; man kann nicht unbestraft rauben!“

Als der König diese zuversichtliche Sprache hörte, war er zuerst erstaunt; bald aber lachte er herzlich und sprach:

„Ich bin sehr froh, daß meine Unterthanen so fest an die Gerechtigkeit meiner Richter glauben, deßhalb soll der Müller seine Mühle behalten.“

Der Plan des Parkes wurde verändert, aber zum Andenken an dieses Ereignis hieß der König sein Landschloß, so wie die Mühle, „Sans-Souci.“


Friedrich der Große war fast immer im Kriege mit den anderen Nationen und brauchte deßhalb immer viele Soldaten. Eines seiner Regimenter bestand nur aus außerordentlich großen und schönen Männern. Eines Tages stellte sich ein sehr großer und stattlicher Franzose dem Hauptmanne vor, und sagte ihm, daß er gerne dem König von Preußen dienen würde.