Abb. 138. Bildnis einer unbekannten Dame. In der kaiserl. Gemäldegalerie zu Wien.
(Nach einer Photographie von J. Löwy in Wien.)
Abb. 139. Sir Thomas Wyat. Zeichnung in schwarzer und farbiger Kreide, im königl. Schloß zu Windsor.
(Nach einer Originalphotographie von Braun, Clément & Cie. in Dornach i. E. und Paris.)
Von 1541 ist das Miniaturporträt eines dreijährigen Knaben, in der Bibliothek zu Windsor ([Abb. 135]). Es stellt Charles Brandon, den zweiten Sohn des Herzogs von Suffolk, vor und bildet das Gegenstück zu dem sechs Jahre früher gemalten [Bild von dessen Brüderchen Henry].
Die Jahreszahl 1541 ist auch auf zwei Bildnissen von anscheinend nicht zu den Hofkreisen gehörigen Herren zu lesen, von denen sich das eine, ein mit der ansprechendsten Schlichtheit aufgefaßtes Brustbild eines bärtigen Mannes ([Abb. 134]), im Museum zu Berlin, das andere, die Halbfigur eines jungen Mannes, der, mit einem Buche in der Hand, hinter einem Tische sitzt und den Beschauer anblickt ([Abb. 136]), im Wiener Hofmuseum befindet.
Hier mögen zwei andere in deutschen Sammlungen bewahrte Meisterwerke von kleinem Format Erwähnung finden, die Holbeins englischer Zeit angehören, die aber keinen Anhalt zu näherer Zeitbestimmung bieten: das Porträt einer hübschen jungen Frau — Brustbild mit Händen — im Wiener Hofmuseum ([Abb. 138]), und das liebenswürdig aufgefaßte und mit köstlicher Feinheit gemalte Profilbild eines Herrn Simon George aus Cornwall im Städelschen Museum zu Frankfurt ([Abb. 137]).
Abb. 140. Die Herzogin von Suffolk.
Zeichnung in schwarzer und farbiger Kreide, im königl. Schloß zu Windsor.