Kurz vor Tagesanbruch stieß die Jungfrau (die siebzigjährige) einen lauten Schmerzensschrei aus und rief: "Ywain, ich sterbe, du allein bist an meinem Tode schuld, denn du veranlaßtest mich hier zu bleiben". Gleich darauf rief der Knappe: "Herr, ich sterbe, ich weiß nicht, wer mich getötet hat oder warum". Auch Ywain fühlte sich verwundet, denn eine Lanze hatte seine linke Schulter durchbohrt. "Ihr habt recht", sagte Ywain zu den beiden, "ich bin daran schuld, daß ihr das Leben verliert, aber ich weiß nicht, wer mir das Unrecht angetan hat, das mir so zur Schande gereicht". Damit sprang er auf, schwer verwundet wie er war, nahm Schild und Lanze, bestieg sein Pferd und verfolgte den vermeintlichen Schuldigen; er konnte aber nicht die geringste Spur eines menschlichen Wesens entdecken, noch konnte er Eindrücke von den Hufen eines Pferdes finden. "Wer kann mir das nur angetan haben?" rief er aus und kehrte ratlos zu den beiden zurück, die tot und regungslos in ihrem Blute lagen. "O Gott, was kann ich tun", rief er in Verzweiflung aus, "ich habe diese Jungfrau, die sich meinem Schutze anvertraute, sterben lassen, wenn das bekannt wird, bin ich entehrt"!
Während Ywain sich seinem Schmerze hingab, kehrten Girflet und Keux, die sehr früh aufgestanden waren, zu ihm zurück. Als er sie kommen sah, rief er ihnen zu: "Kommt schnell und seht mein Unglück und meine Schande". (71) Girflet und Keux waren nicht wenig erschrocken, als sie die beiden Toten sahen, und noch mehr, als Ywain ihnen erzählte, wie alles gekommen war. "Wer auch immer die beiden getötet hat", erklärten beide, "es ist ein großes Unglück". "So groß", sagte Ywain, "daß ich nie im Leben wieder zu Ehren kommen kann". "Du tust dir Unrecht", sagten die beiden Gefährten, "denn was dir geschehen ist, und noch Schlimmeres, hätte dem besten Ritter passieren können, ohne daß er vermocht hätte, es zu verhindern. Die Abenteuer dieses Landes, namentlich die des Graals, verschonen weder dich noch andere Ritter, so lange es Gott gefällt, sich an Gerechten und an Sündern zu rächen." So lange sprachen die beiden Gefährten auf Ywain ein, bis er ruhiger wurde und nachzudenken begann. Nachdem er eine Weile schweigend vor sich hin geblickt hatte, bat er Girflet und Keux, die Jungfrau und den Knappen in geweihter Erde begraben zu lassen. "Und was gedenkst du zu tun?" fragten beide zu gleicher Zeit. "Um mich habt keine Sorge, ich werde schon wieder genesen, aber ich muß weg von hier, denn ich kann nicht ruhen bis ich weiß, wenn es möglich ist es zu wissen, was den Tod meiner beiden Begleiter verursacht hat." Vergebens suchten seine beiden Gefährten Ywain zum Bleiben zu veranlassen; nachdem er seine Wunde so gut wie möglich mit einem Stück seines Hemdes verbunden hatte, nahm er seine Waffen und bestieg sein Pferd. "Beabsichtigst du an dem verabredeten Tage an der Quelle zu sein?" fragten beide. "Ja", antwortete Ywain, "wenn nicht der Tod oder Krankheit mich verhindern"; dann ritt er ab.
(72) Den ganzen Tag lang ritt Ywain in großen Schmerzen klagend seines Weges. Die Nacht verbrachte er bei einem vavassour, der seine Wunde verband und alles für ihn tat was er konnte. Am nächsten Morgen war Ywain unfähig seinen Ritt fortzusetzen, wie gern er es auch getan hätte. Zehn Tage blieb er bei dem vavassour, bevor er weiter reiten konnte. Dann erinnerte er sich der Quelle und schlug die Richtung nach derselben ein. Er erreichte gerade an dem verabredeten Tage sein Ziel,[51] fand aber weder Gawain, noch den Morholt, noch eine der Jungfrauen. Er stieg ab, band sein Pferd an einen Baum, legte seine Waffen ab und blieb den ganzen Tag an der Quelle, aber vergebens, denn keiner von den sehnlichst Erwarteten kam.
Gegen Abend sah Ywain zu seiner Rechten eine schöne Jungfrau in rotem Sammet gekleidet aus dem Walde auf sich zu kommen. Sie kam ohne jede Begleitung und war zu Fuß. Ywain erhob sich, begrüßte sie und lud sie ein an seiner Seite Platz zu nehmen. Sie willigte ein. Beide setzten sich an der Quelle nieder und plauderten. Im Laufe des Gesprächs fragte die Jungfrau Ywain, was er suchte und wen er erwartete. Als er diese Frage beantwortet hatte, fragte die Jungfrau, wer seine beiden Gefährten wären. Auch diese Frage beantwortete Ywain. (73) Die Jungfrau erklärte, daß Gawain und der Morholt wirklich gute Ritter wären, und daß sie beide wohl und unversehrt in der größten Freude lebten und sich so wohl befänden, daß sie über ihre Geliebten und Spiele alles andere vergessen hätten. Ywain war erstaunt und fragte die Jungfrau, ob sie seine Gefährten gesehen hätte. "Ja", antwortete diese, "ich sah sie vor kaum einem Monat und werde sie bald wieder sehen". "Könntest du mich nicht zu ihnen bringen, so daß ich mit ihnen reden könnte," fragte Ywain. "Nein", antwortete die Jungfrau, "das kann und will ich nicht tun, aber ich bin bereit, dir zu sagen, wo du sie sehen kannst. Sie leben auf La Roche aux Pucelles mit den zwölf weisen, der Zauberkunst kundigen Jungfrauen." "Und wo kann ich diesen Felsen finden?" fragte Ywain. "Weniger als eine Tagereise von hier bei dem Schloß Marterol," erwiderte die Jungfrau. "Vielen Dank für deine Belehrung", sagte Ywain, "das Schloß kenne ich, denn ich bin oft dort gewesen". "Ich würde dir auch gern helfen in Bezug auf das, was du zu wissen strebst, aber ich bin noch nicht weise genug, es tun zu können," sagte die Jungfrau. "Was ist denn das, was ich zu wissen strebe?" fragte Ywain. "Eine Erklärung deines Abenteuers am Perron du Cerf," sagte die Jungfrau. "Du hast recht", gab Ywain zu, "du weißt viel mehr über mich als ich glaubte. Wenn du den kennst, der mir die Schande zugefügt hat, sage es mir, damit ich mich an ihm rächen kann." "Von Rache kann keine Rede sein", erklärte die Jungfrau, "denn kein Sterblicher hat dazu die Macht; was du gesehen hast und was geschehen ist, sind Graalabenteuer, die an einem Orte mehr, an einem anderen weniger sich ereignen, die weder deinethalben noch anderer wegen aufhören werden, (74) bis der gute[52] Ritter kommen wird, der die Wunder von Logres zu Ende führen soll. Der wird auch die Abenteuer des Perron du Cerf und noch andere gefährlichere bestehen, was weder die Ritter, die jetzt leben, noch seine Zeitgenossen zu tun vermögen." "So wird denn wirklich in diesem Königreiche ein Ritter leben, der alle Abenteuer bestehen wird, die wir ändern nicht bestehen können?" fragte Ywain. "So wird es sein", antwortete die Jungfrau, "und so muß es sein, und der Ritter, von welchem ich spreche, wird weder durch Zauberkraft noch mit Hilfe des Teufels seine Aufgabe lösen, sondern durch seine eigene Kraft und Tapferkeit, denn Gott wird ihn so ausstatten mit allen guten Tugenden, daß in der ganzen Welt während seiner Lebenszeit kein anderer ihm gleichkommen kann". "Wie heißt er denn?" fragte Ywain. "Das kann ich dir noch nicht sagen", entgegnete die Jungfrau, "denn er ist noch nicht[53] erzeugt, und es wird noch einige Zeit vergehen, ehe er erzeugt werden wird. Aber wo er auch immer getauft werden wird, ich[54] werde seinen Namen wissen, sobald er ihn empfangen hat, wenn ich zu der Zeit noch lebe." "Und glaubst du, daß ich diesen Ritter sehen werde?" fragte Ywain. "Ja, sicherlich", sagte die Jungfrau, "denn du wirst am Hofe sein, wenn er erscheinen wird, um den siege perilleux einzunehmen, den bisher keiner einzunehmen wagte. Das wird an einem Pfingstfest geschehen. Eine Woche vor demselben wird dich Gawain mit einem Stein, den er nach einem Hunde wird werfen wollen, an der Stirn verletzen.[55] Alles das habe ich dir gesagt, um dich zu trösten." "Das ist dir gelungen," sagte Ywain. "Und ich habe es weniger getan um deinetwillen", setzte die Jungfrau hinzu, "als um deinen Vater, König Urien, den ich sehr liebe, weil er mir einst einen großen Dienst erwiesen hat. Nun gehe ich." "Wohin willst du gehen?" fragte Ywain. "Zu meiner Schwester, die nicht weit von hier wohnt", sagte die Jungfrau; "ich würde dir raten auch dort abzusteigen, denn du wirst kaum heute noch ein anderes Nachtquartier finden". Ywain war gern dazu bereit, er nahm seine Waffen, setzte seinen Helm auf, ergriff die Zügel seines Pferdes und lud die Jungfrau ein, dasselbe zu besteigen, (75) diese aber lehnte dankend ab. So schritten beide nebeneinander durch den Wald und erreichten bald das Haus der Schwester, wo Ywain freundliche Aufnahme fand. Am andern Morgen bei Tagesanbruch nahm Ywain von den beiden Schwestern Abschied, und schlug die Richtung nach La Roche aux Pucelles ein, die er auch nach einiger Zeit erreichte. Als er den Felsen sah, konnte, er sich nicht denken, daß auf demselben irgend jemand leben könnte und glaubte sich geirrt zu haben. Er ging daher weiter und traf nicht weit davon einen Ritter, der laut jammerte, der aber, sobald er seiner ansichtig wurde, zu weinen aufhörte. Sie grüßten einander; der Ritter hielt an und fragte Ywain, wer er wäre und woher er käme. Ywain wollte ihm erst nicht antworten, sagte ihm jedoch was er zu wissen wünschte, als der Ritter ihn höflich bat. "Du hättest besser geschwiegen", erklärte der Ritter dann, "ich bin dein Feind, ich hasse alle Ritter des Königs Artus, ich fordere dich zum Kampfe heraus". "Du bist der größte Thor den ich je gesehen habe", sagte Ywain, (76) "die Ritter des Königs Artus würden sich über deinen Haß lustig machen, wenn sie deine Drohung hörten".
Dann entfernten sich beide ein Stück und stürmten mit eingelegten Lanzen auf einander los. Beide durchbohrten sich gegenseitig die Schilde. Der Ritter fiel betäubt zu Boden. Ywain warf seine Lanze weg, zog sein Schwert aus der Scheide und ritt auf den am Boden liegenden Ritter los. Dieser aber war gerade wieder zu sich gekommen und tötete mit seinem Schwert Ywains Pferd. "Du bist feige", schalt Ywain den Ritter, "mein Pferd zu töten". "Und du bist kein Ritter, wenn du zu Pferde einen andern zu Fuß angreifst," entgegnete der Ritter. "Was du getan hast", sagte Ywain, "wird dir nichts helfen, denn wenn ich von hier weggehe, werde ich auf deinem Pferde reiten". Nach diesem Zwiegespräche hieben beide mit ihren Schwestern aufeinander los. Der Kampf dauerte lange; beide empfingen viele Wunden und verloren viel Blut. Am Ende besiegte Ywain seinen Gegner und zwang ihn, sich bedingungslos zu ergeben. (77) Dann fragte er ihn, weshalb er alle Ritter des Königs Artus so haßte. "Das will ich dir sagen", erwiderte der Ritter. "Nicht weit von hier lebt eine schöne Jungfrau, die ich fünf Jahre geliebt habe und die meine Liebe erwiderte. Sie ist nicht nur von großer Schönheit, sondern sie ist auch eine kluge Zauberin. Nun geschah es, daß vor etwa einem halben Jahr Gawain hierher kam. Meine Geliebte sah ihn, fand Gefallen an ihm und nahm ihn an meiner Stelle zu ihrem Freunde und Geliebten. Seitdem kümmert sie sich nicht mehr um mich. Ich kann weder mit ihr sprechen noch zu ihr schicken, denn sie lebt an einem Orte, den niemand erreichen kann, es sei denn mit ihrer Hilfe und Einwilligung.
"Mein Verlust hat mich sehr geschmerzt; noch größere Schmerzen aber verursachte mir die Unmöglichkeit, mich an dem zu rächen, der mir die Geliebte geraubt hat. Da ich seiner nicht habhaft werden kann, um ihn zu töten, beschloß ich, mich an allen seinen Gefährten zu rächen, wenn ich sie besiegen könnte." "Nun", sagte Ywain, "bist du selbst der Besiegte und ich befehle dir, von nun an Gawain als deinen Herrn zu ehren und ihm zu dienen". Als der Ritter geschworen hatte, das zu tun, fragte ihn Ywain, wo denn Gawain wäre. "Dort auf jenem Felsen wohnt er und der Morholt mit den zwölf Schwestern, deren älteste meine Geliebte war; sie leben da oben lustig und in Freuden, und niemand kann zu ihnen gelangen (78) ohne die Erlaubnis und Hilfe derjenigen, die jetzt Gawains Geliebte ist, denn auf den Felsen führt weder ein Weg noch eine Treppe". "Laß uns nach dem Felsen reiten," sagte Ywain.
Beide Ritter, verwundet wie sie waren, bestiegen das Pferd des Besiegten und erreichten auf demselben in kurzer Zeit den Fuß des Felsens. Auf dem Gipfel waren die zwölf Jungfrauen in eifrigem Gespräch begriffen. Der Ritter erklärte Ywain, daß die Zukunft, das Schicksal und Ende der Großen der Welt den Gegenstand ihres Gespräches bildete, und erzählte ihm alles, was der Morholt über den Felsen und seine Bewohnerinnen Gawain erzählt hatte. Als Ywain alles gehört hatte, rief er so laut er konnte zum Felsen hinauf: "Ihr Jungfrauen, wie glaubt ihr denn, daß ich sterben werde?" "Ich glaube nicht", erwiderte die Älteste lachend, "ich weiß, __daß du an demselben Tage sterben wirst, an welchem der Vater der Tafelrunde die Todeswunde empfangen wird, denn derjenige, der sie ihm geben wird, wird dir den Kopf abschlagen__.[56] Nun laß mich in Frieden, denn du hast gehört, was du zu hören wünschtest." "Wenn sie mir nur sagen möchte, wer derjenige sein wird, der mich töten soll, so könnte ich ihre Prophezeiung leicht unerfüllbar machen", (79) sagte Ywain zu seinem Begleiter und fragte ihn dann, was sie ihm prophezeit hätte. "Mir sagte sie", antwortete dieser, "daß mir an dem Tage, an dem ich meine Schwester töten würde, der schönste Ritter der Tafelrunde[57] erst das Bein und dann den Kopf abschlagen würde und daß dieser Ritter durch Liebe seinen Tod finden würde. Weiter wollte sie mir nichts sagen." "Wie kann sie das alles wissen ohne die Hilfe des Teufels"? fragte Ywain, dann rief er so laut er konnte: "Sage mir, was du von meinem Vetter Gawain weißt, denn nur um seinethalben bin ich hierhergekommen". "Was willst du von ihm? Ihn zu sehen kann dir nichts nützen; du kannst nicht zu ihm und er kann nicht zu dir kommen," antwortete die Zauberin. "Laß ihn mich nur sehen," bat Ywain. Die Zauberin führte wirklich Gawain und den Morholt herbei, so daß beide Ywain sehen konnten und Ywain sie. Ywain redete Gawain an, der aber war so bezaubert, daß er seinen Vetter nicht erkennen konnte.
Ywain war traurig und weinte; er versuchte sein Glück mit dem Morholt, der neben Gawain saß, aber auch dieser erklärte, er habe Ywain nie gesehen, wandte sich von ihm ab und sagte zu Gawain: "Hast du gehört, wie aufdringlich dieser Ritter war? Er scheint der törichteste zu sein, den ich je gesehen habe". Diese Worte hörten Ywain und sein Begleiter deutlich am Fuße des Felsens. "Deine Mühe ist umsonst", sagte der Ritter zu Ywain, "deine Gefährten kennen dich nicht, und wenn du noch hundert Jahre hier bliebest, würden sie nicht verstehen, was du von ihnen willst. Sie haben ihre Vergangenheit vergessen und müssen dort oben bleiben, so lange es den Jungfrauen gefällt; und wenn sie eines Tages wieder herunterkommen sollten, so werden sie glauben, daß sie nur einen oder zwei Tage oben gewesen sind." "Das ist schrecklich", sagte Ywain, "daß Zauberinnen so gute Ritter so ganz in ihre Gewalt bekommen können. Wenn König Artus hört, daß sein Neffe Gawain auf dem Felsen ist, wird er denselben belagern und zerstören lassen." "Das würde er nicht tun können", sagte der Ritter, "denn die Zauberin würde den Felsen sofort mit Wasser umgeben und unzugänglich machen". "Wenn sie das vermag", sagte Ywain, "dann könnte sie vielen Menschen Schaden zufügen". "Allerdings", erklärte der Ritter, "das könnte sie, wenn nicht die Furcht, Sünde zu begehen, sie zurückhielte".
Nachdem beide lange miteinander gesprochen hatten, riet der Ritter Ywain, nicht länger bei dem Feisen seine Zeit zu verlieren. (81) Beide bestiegen wieder des Ritters Pferd und erreichten bald eine maison de convers, wo man sie freundlich aufnahm. Der Ritter blieb daselbst einige Zeit, bis seine Wunden geheilt waren, Ywain aber ritt am folgenden Morgen weiter, bis ihn eines Tages der Zufall in den Wald, in die Nähe von Camelot führte, und zwar an einem Sonntag Abend zwischen Ostern und Pfingsten. Er war darauf bedacht, von keinem seiner Gefährten gesehen zu werden. Der Tag war sehr heiß und, da er sehr ermüdet war, beschloß er bei der Einsiedelei des Nascien[58] an einer Quelle zu rasten. Dort angekommen, nahm er seinem Pferde Sattel und Zaumzeug ab und ließ es grasen; er selbst, nachdem er den Einsiedler[59] um Nahrung gebeten, an der Quelle getrunken und in der Kapelle Vesper hatte singen hören, legte sich auf seinen Schild nieder, um zu schlafen. Er konnte aber lange keine Ruhe finden; erst gegen Morgen verfiel er in einen tiefen Schlaf.
An jenem Morgen hielt Artus im Walde von Camelot eine große Jagd. Als der König mit seinem Gefolge einen Hirsch verfolgte, hatte die Königin die Idee, in der Kapelle des Nascien die Messe zu hören. Nach der Messe fand sie (82) Ywains Pferd grasend und schloß aus dieser Tatsache, daß ein fremder Ritter in der Nähe ruhen müßte. Sie machte sich daher mit zweien ihrer Damen auf, um den Ritter zu suchen. Sie fand erst seine Waffen, dann ihn selber.