Ist der Starrkrampf durch eine Wunde an den Fußsohlen oder am Innern der Hand erzeugt worden, und wurde diese Wunde geheilt, so muß sie wieder mittelst eines scharfen Messers geöffnet werden. Man sollte nie zugeben, daß Wunden an diesen Körpertheilen von Außen nach Innen heilen, sondern immer besorgt sein, daß die Heilung Innen beginnt und nach Außen hin fortschreitet, was dadurch bewirkt werden kann, daß man die Stelle mit Silbersalpeter (Nitrate of silver) so lange „brennt,“ bis eine laufende Wunde entsteht.
Man mag eine starke Lobelia- oder Cayennepfeffer-Tinktur, zwei Theile Lobelia und ein Theil Cayennepfeffer in Theelöffel voll Dosen geben. Dieselben Mittel mögen zu Einspritzungen (Injections) gebraucht werden. Sobald der Krampf beseitigt ist, sollte man dem Patienten erlauben, viel von dem Abguß der Nervine Wurzel zu trinken.
Homöopathisch. Wurde der Starrkrampf durch eine Wunde verursacht, so sollte dieselbe vergrößert und ein Brod- und Milch- oder Flachssamenumschlag darauf gelegt werden.
Arnica. — Anfänglich äußerlich als Waschmittel und innerlich eine aus vier Kügelchen bestehende Dosis oder ein Tropfen alle 2 Stunden.
Belladonna oder Lachesis. — Nehmen die Krämpfe zu, so gebe diese Heilmittel abwechselnd in den bei Arnica vorgeschriebenen Dosen.
Hyosciamus und Opium. — Wenn nach zwölf Stunden keine Besserung eingetreten ist.
Nux vomica. — Namentlich wenn die Krämpfe häufig sich wiederholen aber nur von kurzer Dauer sind und der Patient beim völligen Bewußtsein ist, krampfartige Schmerzen in der Magengegend.
Stramonium. — Wenn die Daumen und Finger krampfhaft zusammengezogen sind, wilder, starrer Blick, schmerzhaftes, schwieriges Athmen und Schlucken. Gebe dieses Heilmittel abwechselnd mit Hyosciamus und Cicuta.
Secale. — Wenn der Zustand des Kranken sich in der Wärme verschlimmert.
Rhus und Ignatia. — Abwechselnd, wenn der Körper bogenartig rückwärts gekrümmt ist. Gebe dies so wie die anderen Heilmittel.