„Geht nun hin und grabt mein Grab,

Denn ich bin des Wanderns müde.

Von der Erde schied ich ab,

Denn mir ruft des Himmels Friede,

Denn mir ruft die süße Ruh’

Von den Engeln droben zu —“

Dann segnete der Pfarrer den Sarg ein. Sechs alte Soldaten, märkische Bauern, trugen ihn hinaus unter den breitästigen Maulbeerbaum, der einst auf Befehl Friedrichs des Einzigen gepflanzt worden war, hinaus zu der langen Reihe der Gräber, die sich um das kleine uralte Erbbegräbnis scharten.

Nur wenige Worte konnte Heckstein hier sprechen. Dann brach ihm, der sich so tapfer gehalten, die Stimme. Langsam sank der Sarg in die Gruft.

Wie eine schwarze Mauer stand dichtgedrängt die Masse der Leidtragenden. Ein kurzes Schluchzen, ein verhaltenes Weinen und wieder tiefe, tiefe, ehrfurchtsvolle Stille.

Als Erste dann wankte die gebeugte Greisin am Arm des ältesten Sohnes an das offene Grab, warf drei Hände Heimaterde in die Gruft. Und sie folgten alle — alle — zum letzten Abschiedsgruß.