‚... Du hast nicht die Kraft, du hast wohl auch nicht das Recht! Was kommt es denn auf dich an? Denke nicht an dich, denke an ihn! An seine große Liebe!‘

„Sag’ einmal: Gaston, ich ’ab dich lieb ...“

Es klang so rührend, es klang so gut! Und sie war doch nun einmal die Schuldige, die Schuldige geworden vor fünf Tagen, oben im Rackower Park, im Mondenschein. Damals hätte sie sich wehren müssen, fliehen, flüchten. Nun war es zu spät. Nein sagen, jetzt: es wäre eine Unbarmherzigkeit gewesen und ein Unrecht. Er hätte sie verachten müssen — oder es hätte ihn in die Verzweiflung gestürzt. Aus Mitleid mit ihm schon durfte sie nicht nein sagen ...

„Einmal nur: Gaston, ich ’ab dich lieb ...“

Ganz langsam wandte sie ihm ihr Gesicht zu.

Und stammelnd, wie ein Kind, sprach sie: „Ich, ich hab dich lieb ...“

„Sag’: Gaston!“

„... Gaston ...“

Da nahm er sie in die Arme und küßte ihr die Tränen aus den Augen.

Acht Wochen später gingen die Verlobungsanzeigen ins Land.