Er wartete. Aber sie schwieg, hatte immer noch beide Hände vor die Brust gedrückt, sah starr zu Boden.
„Helene, das weißt du: du hast in mir den treusten Freund.“
Sie nickte ein paar Male, schluchzte leise auf.
„Würde es dein armes wundes Herz nicht erleichtern, wenn du dem treuen Freunde Vertrauen schenktest? Vielleicht kann er dich trösten, vielleicht könnte er dir raten und helfen.“
Da sah sie auf und ihn an. Wie durch einen Flor von Tränen sah sie sein trauriges Gesicht und seine gütigen Augen.
Er nahm wieder ihre eiskalten Hände in die seinen.
„Sprich dich aus, Helene“, bat er. „Du wirst Verständnis bei mir finden. Denn das, was du schreibst: ich mag es gar nicht wiederholen — das ist ja alles nur Traum und Selbstquälerei. Sprich nur, Helene, sag’ mir alles ...“
Da begann sie.
Aber sie stockte gleich wieder. Hub wieder an —, sagte ganz leise: „Ich kann nicht, Gaston ...“
„Versuche es nur. Nicht um meinetwillen ... denk’ nur immer daran: hier sitzt dein bester Freund, der dir gern beistehen möchte in deiner Not.“