Sie plauderten dies und das, wie gute Freunde plaudern, bunt durcheinander: von Marthas Wirtschaftlichkeit, von Wilhelms nie rastenden Plänen, von der Omama; von der Charlotte Wolter, der großen jungen Tragödin, von der Erhardt, der schönen Künstlerin des Schauspielhauses, und von der Lucca, die jüngst als Julia unerhört gefeiert worden war; und daß der Krollsche Garten nächstens wieder eröffnet werden würde, in noch feenhafterer Beleuchtung als je zuvor.

Es war wie immer zwischen ihnen. Und doch anders. Er empfand es, wie lebhafter heute Helene war, angeregter, daß ihr Ton wärmer war. Manchmal fühlte er den leichten Druck ihrer Hand auf seinem Arm. Federnden Schrittes ging sie an seiner Seite, und einmal sagte sie: „Ist das schön heut! Ich möchte stundenlang so gehen. Womöglich ganz allein mit dir durch einen weiten, weiten Wald.“

Er sah sie an, und auf ihrem Gesicht war ein Lächeln.

Sie nickte ihm zu, ganz leise nur. „Der Frühling —“

Da sagte er schnell: „Und bald kommt der Sommer, und dann — dann reisen wir beide nach meiner Heimat.“

Nebeneinander standen sie am Teich. Lustig huschten die goldschuppigen Fische, die grünen Wipfel spiegelten sich im Wasser. Weit und breit war kein Mensch außer ihnen.

Immer noch sah er ihr in das liebe schöne Gesicht, in dem langsam ein feines Rot emporstieg. Seine Hand hatte er um ihren Gürtel gelegt. „Ich freue mich ja so darauf, dir meine Heimat zu zeigen, unseren herrlichen See, unsere Berge. Anfang August, denk ich, reisen wir — gleich nach unserer Hochzeit.“

Ein leichtes Beben ging durch ihre Glieder. Aber sie nickte wieder.

„Es ist dir recht so?“

„Ja, Gaston.“