„Ich war nicht disponiert, Herr von Merivaux.“

„Ah! Das haben Sie gestern auch gesagt. Aber es ist doch nicht wahr ...“

„Bitte sehr, Herr von Merivaux!“

„Pardon, gnädiges Fräulein. Aber wenn eine Sängerin nicht disponiert ist, hört man es an ihrer Sprache. Sie sind doch nicht heiser. Werden Sie heut singen?“

„Ich weiß es nicht. Ich glaube kaum.“

„Ich ’abe nicht vergessen, wie Sie ’aben gesungen auf Soldelzig, bei Comte Grucker.“

„Verstehen Sie denn etwas von Gesang?“

„Si peu que rien! Leider. Aber ich lieb’ die Musik über alles, und besonders hab’ ich Sie hören gern singen.“

Helene mußte lachen. Es kam zu komisch heraus, wie er das sagte. Und dabei machte er so eigne Augen. Fast verliebte Augen. Gut, daß man wußte, man brauchte ihn nicht seriös zu nehmen.

„Etwa so gern, wie Sie nach einem guten Diner eine Zigarre rauchen. Nicht wahr, Herr von Merivaux.“