Nein, er wolle gar nichts dafür haben. Wollte sie ihm etwas geben, dann höchstens die Hörner der Ziege, wenn sie doch einmal geschlachtet werden sollte. Denn das würde Ziegen-Pfeifen geben, wie man noch keine gesehen hätte.
Dann wollte Peter aber auch mit dabei sein; denn war die Ziege wirklich so störrisch, so wären wohl auch zwei nötig, sie zu bändigen, und dann könnte jeder ein Horn bekommen.
Jon wußte nicht recht, ob er das wollte; denn es war doch sein Einfall gewesen.
Ja, aber wie wollte er es denn eigentlich fertig bringen? Peter glaubte nicht, daß es sich überhaupt machen ließe, ohne daß sie ein stärkeres Tier hätten, an das sie Krummhorn anbänden. Aber das hatte eben Jon nicht. Dagegen hatte er, der Peter, den großen Ziegenbock, und der allein war stark genug.
Ja, das war wohl richtig. Da mochte er also mit dabei sein, vorausgesetzt, daß er seinen Bock hergab.
Sidsel meinte auch, es wäre wohl das beste, wenn sie alle drei dabei wären; sonst könnte überhaupt keine Rede davon sein. Und so geschah es denn auch.
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Heute sollte nun die Sache vorsichgehen; deshalb waren Jon und Peter so zeitig unterwegs.
Das Vieh kam in schnellem Lauf über die Höhe gezogen, und da die klugen Tiere begriffen, daß sie heute bis zur Senne hinunter sollten, begannen sie in vollem Lauf hinabzueilen — es war immer so fein, nach einem fremden Platz zu kommen, da gab es stets Neues zu sehen und zu beschnuppern; vielleicht war auch etwas übriggebliebener Mehlbrei im Schweinetrog oder ein bißchen Salz zu lecken oder ein Loch im Zaune, wo man unbemerkt hindurchkriechen konnte.
Die Schellen tingelten, die Burschen liefen und schrieen und juchheiten, um Ordnung in der Herde zu halten — wenn auch vielleicht ein bißchen lauter, als gerade notwendig.